Was genau ist eigentlich Master Quest – und wie stark unterscheidet sich diese Version vom normalen The Legend of Zelda: Ocarina of Time? Auf dieser Seite vergleichen wir beide Fassungen vollständig und erklären zusätzlich die wichtigen Unterschiede zwischen Master Quest auf dem Nintendo GameCube und Ocarina of Time 3D – Master Quest auf Nintendo 3DS.
The Legend of Zelda: Ocarina of Time – Master Quest ist keine Fortsetzung und auch kein völlig neues Zelda-Abenteuer. Geschichte, Charaktere, Hyrule und der grundsätzliche Spielablauf stammen weiterhin aus dem klassischen Ocarina of Time. Der entscheidende Unterschied liegt innerhalb der Dungeons: Nahezu sämtliche Tempel, Kinder-Dungeons und Mini-Dungeons wurden mit neuen Rätseln, Gegnern, Schaltern, Schlüsselwegen und Fundorten versehen.
Wer das normale Ocarina of Time auswendig kennt, kann sich deshalb außerhalb der Dungeons weitgehend auf sein Wissen verlassen. Sobald Link jedoch den Deku-Baum, Dodongos Höhle oder einen späteren Tempel betritt, funktionieren viele vertraute Lösungen nicht mehr. Eine Wand, die im Original lediglich Dekoration war, kann plötzlich einen Schalter verbergen. Ein bislang unwichtiger Raum kann für den Hauptweg erforderlich sein, während bekannte Schatztruhen an völlig anderen Stellen auftauchen.
Hinzu kommt eine wichtige Unterscheidung zwischen den beiden veröffentlichten Master-Quest-Versionen. Die ursprüngliche GameCube-Version verändert in erster Linie die Dungeons. Die spätere Nintendo-3DS-Version übernimmt diese veränderten Dungeons, spiegelt jedoch zusätzlich das gesamte Spiel und verdoppelt den von Gegnern verursachten Schaden.
Kurz gesagt:
Ocarina of Time: ursprüngliche Dungeons und normale Schwierigkeit.
Master Quest – GameCube: neue Dungeon-Rätsel und veränderte Gegner, aber normale Weltorientierung und normaler Schaden.
Master Quest – Nintendo 3DS: dieselben veränderten Dungeons plus komplett gespiegelte Welt und doppelter Gegnerschaden.
Ocarina of Time und Master Quest im direkten Vergleich
| Bereich | Ocarina of Time | Master Quest – GameCube | Master Quest – 3DS |
|---|---|---|---|
| Geschichte | Original | Identisch | Identisch |
| Charaktere | Original | Identisch | Identisch |
| Oberwelt | Original | Identisch | Inhalt identisch, aber gespiegelt |
| Dungeons | Originale Rätsel | Neu aufgebaut | Neu aufgebaut und gespiegelt |
| Dungeon-Grundrisse | Original | Grundarchitektur weitgehend erhalten | Wie GameCube, aber gespiegelt |
| Rätsel | Original | Stark verändert | Stark verändert |
| Gegner in Dungeons | Original | Andere Positionen und Kombinationen | Wie Master Quest + doppelter Schaden |
| Gegnerschaden | Normal | Normal | Doppelt |
| Welt gespiegelt | Nein | Nein | Ja |
| Link | Linkshänder | Linkshänder | Rechtshänder durch Spiegelung |
| Dungeon-Schlüssel | Originale Positionen | Neu verteilt | Wie GameCube-MQ |
| Karten & Kompasse | Originale Fundorte | Teilweise neu platziert | Wie GameCube-MQ |
| Dungeon-Skulltulas | Originale Fundorte | Neu platziert | Wie GameCube-MQ, gespiegelt |
| Oberwelt-Skulltulas | Original | Identisch | Identisch, aber gespiegelt |
| Herzteile außerhalb der Dungeons | Original | Identisch | Identisch, aber gespiegelt |
| Nebenaufgaben | Original | Identisch | Identisch |
| Bossgegner | Original | Grundsätzlich dieselben Kämpfe | Dieselben Kämpfe, aber doppelter Schaden |
| Neue Geschichte | – | Nein | Nein |
| Neue Hauptgegenstände | – | Nein | Nein |
| Freischaltung | Direkt spielbar | Eigene Bonus-Disc | Nach Abschluss der normalen Quest |
Was ist Master Quest überhaupt?
Master Quest entstand ursprünglich aus dem Projekt Ura Zelda. Nintendo plante nach Ocarina of Time eine veränderte Fassung für das nur in Japan veröffentlichte Nintendo-64-Zubehör 64DD. Die Idee bestand darin, die bereits vorhandene Spielwelt erneut zu verwenden und erfahrenen Spielern eine alternative Version mit veränderten Dungeons zu bieten.
Das 64DD konnte sich allerdings nicht durchsetzen und Ura Zelda erschien nicht als regulärer Nintendo-64DD-Titel. Jahre später veröffentlichte Nintendo das Projekt schließlich unter dem Namen The Legend of Zelda: Ocarina of Time – Master Quest auf einer Bonus-Disc für Nintendo GameCube.
In Europa war Master Quest 2003 zusammen mit beziehungsweise als Bonus zu The Legend of Zelda: The Wind Waker erhältlich. Auf der GameCube-Disc befinden sich sowohl das klassische Ocarina of Time als auch die Master-Quest-Fassung.
2011 kehrte Master Quest als Bestandteil von The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D zurück. Diese Version wird allerdings erst freigeschaltet, nachdem die normale 3DS-Fassung von Ocarina of Time mindestens einmal abgeschlossen wurde.
Master Quest erzählt keine neue Geschichte
Der wichtigste Punkt zuerst: Die Handlung ist identisch. Link beginnt weiterhin im Kokiri-Wald, erhält von Prinzessin Zelda den Auftrag, die drei Heiligen Steine zu suchen, öffnet mit der Okarina der Zeit das Tor zum Zeitenfels und erwacht sieben Jahre später als Erwachsener.
Auch die Reihenfolge der zentralen Ereignisse bleibt grundsätzlich bestehen. Link rettet Salia, Darunia, Ruto, Impa und Nabooru, sammelt die sechs Amulette, erfährt Shieks wahre Identität und tritt schließlich gegen Ganondorf und Ganon an.
Es gibt keine neuen Zwischensequenzen, keinen alternativen Verlauf, keine zusätzlichen Weisen und kein anderes Ende. Wer Master Quest ausschließlich wegen neuer Geschichte spielen möchte, bekommt deshalb kein zweites Abenteuer. Die Herausforderung besteht vollständig darin, das bekannte Abenteuer mit verändertem Dungeon-Design erneut zu meistern.
Die Oberwelt bleibt auf GameCube unverändert
In der ursprünglichen GameCube-Master-Quest bleibt Hyrule außerhalb der Dungeons nahezu vollständig so, wie Du es aus Ocarina of Time kennst. Kokiri-Wald, Hylianische Steppe, Kakariko, Todesberg, Zora-Fluss, Hylia-See, Gerudotal und Wüstenkoloss besitzen dieselbe Geografie.
Auch die meisten Sammelobjekte und Nebenaufgaben befinden sich an denselben Orten. Die 36 Herzteile, Wundererbsen, Flaschen, Big Poes, Großen Feen, Masken-Tauschquest und die Tauschquest zum Biggoron-Schwert funktionieren grundsätzlich genauso wie im normalen Spiel.
Das bedeutet gleichzeitig, dass Master Quest keine vollständig neue Weltkarte bietet. Der Schwierigkeitsgrad steigt hauptsächlich in den Dungeons. Zwischen den Tempeln kannst Du Dich auf der GameCube-Version weiterhin an bekannten Wegen orientieren.
Auf Nintendo 3DS wird ganz Hyrule gespiegelt
Die Master-Quest-Version von Ocarina of Time 3D verändert dieses Prinzip deutlich. Hier wurde das gesamte Spiel horizontal gespiegelt. Links wird rechts, Osten wird Westen und bekannte Orientierungspunkte befinden sich auf der jeweils anderen Seite.
Ein Weg, der im normalen Ocarina of Time nach links führt, liegt in der 3DS-Master-Quest deshalb auf der rechten Seite. Das betrifft nicht nur die Dungeons, sondern auch die komplette Oberwelt.
Selbst Link wird gespiegelt. Der normalerweise linkshändige Held hält sein Schwert in Master Quest 3D in der rechten Hand und den Schild entsprechend links.
Wichtig für unsere Komplettlösung:
Unsere Ocarina of Time Master Quest Komplettlösung verwendet die ursprüngliche GameCube-Ausrichtung. Spielst Du Master Quest auf Nintendo 3DS, musst Du sämtliche Richtungsangaben spiegeln: links wird rechts und rechts wird links. Rätsel, Gegenstände und Dungeon-Mechaniken bleiben ansonsten grundsätzlich dieselben.
Doppelter Schaden gilt nur auf Nintendo 3DS
Ein besonders häufiges Missverständnis betrifft den Schwierigkeitsgrad. Gegner verursachen in Master Quest nicht grundsätzlich doppelten Schaden.
Auf der ursprünglichen GameCube-Version verursachen Gegner grundsätzlich denselben Schaden wie in Ocarina of Time. Schwieriger wird diese Fassung vor allem durch die veränderten Dungeons, ungewöhnlicher platzierte Gegner und komplexere Rätsel.
Erst Ocarina of Time 3D – Master Quest führt zusätzlich den doppelten Schaden ein. Ein Angriff, der normalerweise ein Herz abzieht, kostet dort entsprechend zwei Herzen. Gegner und Bosse werden dadurch erheblich gefährlicher.
Besonders während Links Kindheit macht sich das stark bemerkbar, weil die Energieleiste noch klein ist. Gegner wie Stalfos, Eisenprinzen oder bestimmte Bossattacken können Link mit wenigen Treffern besiegen.
Die doppelte Verteidigung der letzten Großen Fee wird deshalb auf Nintendo 3DS noch wertvoller. Sie reduziert den Schaden wieder ungefähr auf das Niveau des normalen Spiels.
Die Dungeons sind das Herzstück von Master Quest
Master Quest verwendet grundsätzlich dieselben Dungeon-Gebäude wie Ocarina of Time. Der Deku-Baum sieht weiterhin wie der Deku-Baum aus und der Wassertempel besitzt dieselbe grundlegende Architektur. Die einzelnen Räume wurden jedoch mit völlig neuen Inhalten gefüllt.
Schalter befinden sich an anderen Stellen, Türen öffnen sich über neue Bedingungen, Gegner bewachen plötzlich wichtige Wege und vertraute Räume werden in einer neuen Reihenfolge durchquert. Viele Schatztruhen enthalten andere Gegenstände als im Original. Auch kleine Schlüssel, Labyrinth-Karten, Kompasse und Goldene Skulltulas wurden neu verteilt.
Besonders häufig verwendet Master Quest Mechaniken, die im Original nur selten vorkamen. Dazu gehören Zeitblöcke, Silberrubine, versteckte Kristallschalter, unsichtbare Wände, Feuerpfeile, Krabbelminen und ungewöhnliche Kombinationen verschiedener Dungeon-Gegenstände.
Ein Spieler, der das normale Ocarina of Time vollständig auswendig kennt, kann deshalb sogar einen Nachteil haben: Viele Räume sehen zunächst vertraut aus, verlangen aber eine völlig andere Lösung.
Mehr Zeitblöcke und Okarina-Rätsel
Einer der auffälligsten Unterschiede ist die deutlich häufigere Verwendung der Hymne der Zeit. Blaue Zeitblöcke tauchen in zahlreichen Dungeons auf und müssen teilweise mehrfach hintereinander verschoben werden.
Besonders deutlich wird das im Geistertempel. Dort verändern Zeitblöcke ihre Position abhängig davon, wo Link die Hymne der Zeit spielt. Teilweise müssen Gegenstände wie Holzkisten über mehrere Ebenen transportiert werden, während die Blöcke immer wieder erscheinen und verschwinden.
Auch andere Okarina-Lieder werden stärker in die Rätsel eingebunden. Zeldas Wiegenlied, Hymne der Sonne, Hymne des Sturms und sogar Eponas Lied können innerhalb eines Dungeons plötzlich einen Mechanismus aktivieren.
Master Quest belohnt dadurch Spieler, die nicht nur den jeweiligen Dungeon-Gegenstand betrachten, sondern Links vollständiges Inventar im Kopf behalten.
Mehr Silberrubin-Rätsel
Silberrubine spielen im normalen Ocarina of Time nur eine vergleichsweise kleine Rolle. Master Quest verwendet sie wesentlich häufiger.
Meist müssen fünf Silberrubine innerhalb eines einzelnen Raumes eingesammelt werden, damit eine Tür oder ein Gitter geöffnet wird. Die eigentliche Herausforderung entsteht dadurch, dass die Rubine zwischen Fallen, unsichtbaren Plattformen, Lava, Wasserströmungen oder beweglichen Hindernissen liegen.
Besonders Wassertempel, Schattentempel, Gerudo-Trainingsarena und Ganondorfs Schloss verwenden solche Prüfungen mehrfach.
Schalter sind wesentlich besser versteckt
Master Quest nutzt häufig Objekte als Verstecke, die im normalen Spiel lediglich zur Dekoration dienen. Kristallschalter können hinter Gittern, unter Felsen, in Wänden, innerhalb von Statuen oder sogar unter gefrorenem Boden verborgen sein.
Dadurch lohnt es sich, Räume deutlich genauer zu untersuchen. Wenn eine Tür scheinbar keinen Mechanismus besitzt, solltest Du Wände mit dem Schwert abklopfen, nach verdächtigen Augenmustern suchen oder mit Bomben und Krabbelminen experimentieren.
Das bekannteste Beispiel für den ungewöhnlichen Rätselstil findet sich in Jabu-Jabus Bauch: Dort sind teilweise Kühe in den organischen Wänden eingebettet. Die Tiere fungieren tatsächlich als Schalter und müssen mit bestimmten Gegenständen getroffen werden.
Gegner stehen an anderen Stellen
Nicht nur die Rätsel wurden verändert. Innerhalb der Master-Quest-Dungeons stehen Gegner an neuen Positionen und treten teilweise erheblich früher auf als im Original.
Dadurch können bekannte Räume plötzlich eine völlig andere Funktion besitzen. Gegner, die im normalen Spiel erst in einem späteren Tempel auftauchen, können in Master Quest bereits deutlich früher als Teil eines Rätsels eingesetzt werden.
Außerdem werden Gegner häufiger mit Fallen kombiniert. Ein Beamos bewacht beispielsweise einen schmalen Weg, während Ventilatoren Link gleichzeitig in einen Abgrund drücken, oder ein Eisenprinz muss bewusst dazu gebracht werden, mit seiner Axt eine Statue beziehungsweise einen Steinblock zu zerstören.
Die Gegner dienen dadurch häufiger selbst als Bestandteil eines Rätsels und nicht lediglich als Hindernis.
Sind die Dungeons komplett neu?
Nein. Master Quest verwendet weiterhin die grundlegende Architektur der ursprünglichen Ocarina-of-Time-Dungeons. Viele Räume besitzen dieselbe Form, befinden sich am gleichen Platz und erscheinen auf der Labyrinth-Karte entsprechend vertraut.
Neu gestaltet wurde vor allem das, was sich innerhalb dieser Räume befindet. Türen können anders verbunden oder zu einem anderen Zeitpunkt erreichbar sein, Schalter wurden ersetzt, Plattformen verändert und Gegner neu verteilt.
Dadurch entsteht ein interessanter Effekt: Du erkennst einen Raum sofort wieder, kannst Dich aber nicht darauf verlassen, dass die ursprüngliche Lösung funktioniert.
Deku-Baum – Original vs. Master Quest
Der Deku-Baum – Master Quest zeigt bereits sehr früh, wie stark sich die beiden Versionen unterscheiden. Während der erste Dungeon im normalen Ocarina of Time hauptsächlich als Einführung dient, verlangt Master Quest deutlich mehr Aufmerksamkeit.
Gegner stehen an anderen Positionen, vertraute Räume besitzen neue Schalter und selbst für einige einfache Übergänge müssen Gegenstände wesentlich bewusster eingesetzt werden. Zeitblöcke spielen später ebenfalls eine Rolle, wodurch sogar die Hymne der Zeit für optionale beziehungsweise vollständige Erkundung des frühen Dungeons relevant wird.
Die vier Goldenen Skulltulas liegen ebenfalls an anderen Stellen als im Original.
Dodongos Höhle – Original vs. Master Quest
Dodongos Höhle – Master Quest verändert viele Bombenrätsel und macht wesentlich stärkeren Gebrauch von Bombenblumen, Krabbelminen und ungewöhnlichen Schalterkombinationen.
Räume, die im Original lediglich als Verbindung dienten, enthalten neue Gegner oder versteckte Wege. Mehrere Goldene Skulltulas liegen hinter Mechanismen, für die später sogar ein erneuter Besuch sinnvoll sein kann.
Der Dungeon fühlt sich dadurch weniger wie eine geradlinige Einführung in Bomben und stärker wie ein vollständiges Labyrinth an.
Jabu-Jabus Bauch – Original vs. Master Quest
Der Jabu-Jabus Bauch – Master Quest gehört zu den auffälligsten Veränderungen überhaupt.
Die grundlegende organische Struktur bleibt erhalten, doch nahezu sämtliche Räume besitzen andere Aufgaben. Besonders berühmt sind die bereits erwähnten Kühe in Jabu-Jabus Wänden. Sie dienen tatsächlich als Schalter und gehören zu den ungewöhnlichsten Rätseln der gesamten Zelda-Reihe.
Zusätzlich spielen unsichtbare Gegner und neue Plattformmechaniken eine größere Rolle. Eine der Goldenen Skulltulas lässt sich besonders komfortabel erst später mit dem Auge der Wahrheit einsammeln, weshalb ein Rückbesuch während unserer 100-%-Route sinnvoll ist.
Waldtempel – Original vs. Master Quest
Der Waldtempel – Master Quest verwendet weiterhin die große zentrale Halle, die beiden Innenhöfe und die verdrehten Korridore. Der Weg durch diese Bereiche wurde jedoch neu aufgebaut.
Schalter, Zeitblöcke und Schlüssel befinden sich an anderen Stellen. Die beiden Höfe werden anders miteinander verbunden und viele Schatztruhen lassen sich nur über neue Wege erreichen.
Auch die fünf Goldenen Skulltulas wurden vollständig neu verteilt. Wer den ursprünglichen Waldtempel auswendig kennt, kann sich deshalb zwar räumlich orientieren, muss die eigentlichen Rätsel aber neu lösen.
Feuertempel – Original vs. Master Quest
Im Feuertempel – Master Quest werden zahlreiche bekannte Räume mit neuen Schaltern und Gegnergruppen kombiniert.
Besonders auffällig sind versteckte Wege, Vogelscheuchen-Passagen und Goldene Skulltulas, die über deutlich kompliziertere Routen erreicht werden. Das bekannte Feuerlabyrinth bleibt als Grundidee erhalten, führt Link aber in einer anderen Reihenfolge durch die oberen Ebenen.
Der Megaton-Hammer bleibt der zentrale Dungeon-Gegenstand und Volvagia bleibt der Endgegner. Der Weg dorthin ist allerdings deutlich verändert.
Eishöhle – Original vs. Master Quest
Auch die Eishöhle – Master Quest wurde neu gestaltet. Freezards, Eisbarrieren und blaues Feuer bleiben zentrale Elemente, doch ihre Anordnung und mehrere Rätsel unterscheiden sich.
Besonders interessant ist das Herzteil. Im normalen Ocarina of Time wird es direkt mit blauem Feuer aus rotem Eis befreit. In Master Quest muss stattdessen ein fast vollständig unter dem gefrorenen Boden versteckter Kristallschalter mit einer Bombe aktiviert werden.
Auch die drei Goldenen Skulltulas besitzen neue Fundorte.
Wassertempel – Original vs. Master Quest
Der Wassertempel – Master Quest besitzt weiterhin den bekannten zentralen Turm und die unterschiedlichen Wasserstände. Trotzdem wurde die Route durch den Dungeon stark verändert.
Schlüssel, Skulltulas und Schalter befinden sich an anderen Orten. Feuerpfeile, Dins Feuerinferno und Enterhaken-Ziele spielen eine größere Rolle und mehrere Räume enthalten neue Gegnerkombinationen.
Interessanterweise ist Master Quest nicht automatisch in jedem Dungeon schwerer. Manche Spieler empfinden den veränderten Wassertempel sogar als übersichtlicher als das Original, weil bestimmte wichtige Gegenstände früher erreichbar sind. Die Schwierigkeit von Master Quest entsteht deshalb nicht einfach durch längere Dungeons, sondern vor allem durch ungewohnte Lösungen.
Grund des Brunnens – Original vs. Master Quest
Der Grund des Brunnens – Master Quest bleibt ein düsterer Mini-Dungeon voller Illusionen, besitzt aber eine neue Route zu Karte, Kompass und Auge der Wahrheit.
Unsichtbare Wege und Gegner spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Neu angeordnete Schalter, Schlüssel und Falltüren verändern jedoch den Ablauf erheblich. Die drei Goldenen Skulltulas liegen ebenfalls an anderen Stellen.
Das Ziel bleibt unverändert: Link benötigt das Auge der Wahrheit, um die Illusionen des späteren Schattentempels zuverlässig erkennen zu können.
Schattentempel – Original vs. Master Quest
Der Schattentempel – Master Quest behält seine Guillotinen, unsichtbaren Plattformen, Windmaschinen und das Geisterschiff. Die einzelnen Prüfungen wurden jedoch neu kombiniert.
Silberrubine werden wesentlich stärker eingesetzt und mehrere Plattformwege existieren nur, solange das Auge der Wahrheit aktiviert ist. Auch die Positionen von Karte, Kompass, kleinen Schlüsseln und Gleitstiefeln unterscheiden sich vom Original.
Die fünf Goldenen Skulltulas sind ebenfalls neu platziert. Bongo Bongo selbst funktioniert dagegen grundsätzlich wie im normalen Spiel.
Geistertempel – Original vs. Master Quest
Der Geistertempel – Master Quest gehört zu den komplexesten Veränderungen. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Ein Teil des Tempels wird als junger Link und der andere als Erwachsener absolviert.
Master Quest verzahnt beide Zeitalter jedoch stärker miteinander. Schalter, die der erwachsene Link aktiviert, können Veränderungen in Bereichen auslösen, die nur das Kind erreicht. Für eine vollständige Route ist deshalb sogar ein zusätzlicher Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft erforderlich.
Zeitblöcke, Okarina-Lieder, Silberrubine, Spiegelschild-Rätsel und Eisenprinzen werden wesentlich intensiver kombiniert. Auch die fünf Goldenen Skulltulas liegen vollständig anders als im normalen Geistertempel.
Gerudo-Trainingsarena – Original vs. Master Quest
Die optionale Gerudo-Trainingsarena – Master Quest wurde ebenfalls neu gestaltet.
Die einzelnen Prüfungsräume besitzen andere Gegner, Zeitlimits und Silberrubin-Rätsel. Feuer, Eis, Wasser und versteckte Wege werden stärker miteinander kombiniert.
Auch die Schlüsselstruktur verändert sich. Die Eispfeile bleiben weiterhin die große Belohnung, werden in Master Quest jedoch über eine andere Route freigeschaltet.
Für unsere vollständige 100-%-Route erledigen wir die Trainingsarena erst nach dem Geistertempel, weil dann die Silberhandschuhe vorhanden sind und sämtliche optionalen Räume in einem einzigen Besuch abgeschlossen werden können.
Ganondorfs Schloss – Original vs. Master Quest
Auch Ganondorfs Schloss – Master Quest besitzt sechs neu gestaltete Barrierenprüfungen für Wald, Feuer, Wasser, Schatten, Geist und Licht.
Eine besonders wichtige Veränderung betrifft die Goldhandschuhe. Im normalen Ocarina of Time werden sie in der Schatten-Barriere gefunden. In Master Quest liegen sie dagegen innerhalb der Geister-Barriere.
Dadurch verändert sich auch die optimale Reihenfolge der Prüfungen. In unserer Komplettlösung erledigen wir zuerst die Geister-Barriere, verlassen anschließend das Schloss für die letzte Große Fee und holen die doppelte Verteidigung. Erst danach zerstören wir die übrigen Barrieren.
Ganondorf und Ganon funktionieren als Endgegner anschließend grundsätzlich wie in Ocarina of Time. Auf Nintendo 3DS verursachen ihre Angriffe allerdings ebenfalls den verdoppelten Schaden.
Welche Dungeons wurden in Master Quest verändert?
Master Quest verändert sämtliche großen Dungeons und mehrere Mini-Dungeons. Insgesamt betrifft das folgende Bereiche:
- Deku-Baum
- Dodongos Höhle
- Jabu-Jabus Bauch
- Waldtempel
- Feuertempel
- Eishöhle
- Wassertempel
- Grund des Brunnens
- Schattentempel
- Geistertempel
- Gerudo-Trainingsarena
- Ganondorfs Schloss
Bossräume und zentrale Bossmechaniken bleiben dabei weitgehend unverändert. Die eigentliche Neuerung ist der Weg zu den Endgegnern.
Goldene Skulltulas wurden nur teilweise verändert
Ocarina of Time und Master Quest besitzen beide insgesamt 100 Goldene Skulltulas. Die Gesamtzahl bleibt also identisch.
Die Skulltulas in der Oberwelt befinden sich grundsätzlich an denselben Orten wie im normalen Ocarina of Time. Auf Nintendo 3DS werden die Positionen lediglich zusammen mit der gesamten Welt gespiegelt.
Innerhalb der neu aufgebauten Dungeons wurden viele Skulltulas dagegen an andere Stellen versetzt. Teilweise werden völlig andere Gegenstände benötigt, um sie zu erreichen.
Deshalb solltest Du für Master Quest unbedingt eine eigene Dungeon-Liste verwenden. Unsere Übersicht Alle 100 Goldenen Skulltulas – Master Quest enthält sowohl die unveränderten Oberweltfundorte als auch sämtliche neuen Dungeon-Positionen.
Die Herzteile bleiben fast vollständig gleich
Auch Master Quest besitzt insgesamt 36 Herzteile. Die großen Nebenaufgaben und Minispiele bleiben unverändert: Dampés Rennen, Bombchu Bowling, Angeln, die Frösche am Zora-Fluss und das Bogenschießen zu Pferd funktionieren weiterhin wie im normalen Spiel.
Der wichtigste Master-Quest-Unterschied betrifft das Herzteil in der Eishöhle. Das Rätsel innerhalb des Mini-Dungeons wurde verändert.
Alle Fundorte findest Du in unserer Übersicht Alle 36 Herzteile – Master Quest.
Wundererbsen bleiben unverändert
Die zehn Wundererbsen und ihre Pflanzstellen ändern sich in der ursprünglichen GameCube-Master-Quest nicht. Auch die späteren Plattformrouten für Herzteile und Skulltulas bleiben grundsätzlich erhalten.
Auf Nintendo 3DS befinden sich die gleichen Stellen lediglich auf der gespiegelten Seite der jeweiligen Gebiete.
Dasselbe gilt für die Käfer-Skulltulas in den weichen Bodenstellen.
Nebenquests bleiben gleich
Die bekannten Nebenquests aus Ocarina of Time wurden für Master Quest nicht neu geschrieben. Dazu gehören unter anderem:
- Masken-Tauschquest,
- Biggoron-Schwert-Tauschquest,
- vier Flaschen,
- zehn Big Poes,
- Wundererbsen,
- Angeln,
- Dampés Minispiele,
- Bombchu Bowling,
- Schießstände,
- Frösche am Zora-Fluss,
- Bogenschießen zu Pferd,
- Große Feen und ihre Upgrades.
Wer das normale Ocarina of Time bereits zu 100 Prozent abgeschlossen hat, kann sein Wissen für diese Aufgaben deshalb weiterhin verwenden.
Es gibt keine neuen Waffen oder Hauptgegenstände
Master Quest fügt keine vollständig neuen Waffen hinzu. Link erhält weiterhin Schleuder, Bumerang, Bomben, Feenbogen, Fanghaken, Enterhaken, Megaton-Hammer, Eisenstiefel, Gleitstiefel und Spiegelschild.
Auch Feuerpfeile, Eispfeile, Lichtpfeile, Biggoron-Schwert und die drei Zauber der Großen Feen bleiben dieselben.
Der Unterschied besteht darin, wie diese Werkzeuge eingesetzt werden. Gegenstände und Lieder, die im normalen Spiel teilweise nur selten gebraucht werden, können in Master Quest plötzlich Bestandteil komplexer Dungeon-Rätsel sein.
Master Quest verlangt mehr vom gesamten Inventar
Das normale Ocarina of Time führt häufig einen neuen Dungeon-Gegenstand ein und baut anschließend einen großen Teil der Rätsel um genau dieses Werkzeug auf. Master Quest kombiniert stattdessen wesentlich häufiger bereits vorhandene Fähigkeiten.
In einem späten Dungeon kann deshalb plötzlich eine Krabbelmine benötigt werden, während ein anderer Raum gleichzeitig Hymne der Zeit, Megaton-Hammer und Auge der Wahrheit verwendet.
Dadurch lohnt es sich, nicht ausschließlich darüber nachzudenken, welchen Gegenstand Link gerade im aktuellen Tempel gefunden hat. Master Quest erwartet häufiger, dass Du Dich an Links vollständiges Arsenal erinnerst.
Sind die Bosse in Master Quest anders?
Die eigentlichen Bosskämpfe wurden grundsätzlich nicht zu völlig neuen Begegnungen umgebaut. Königin Gohma, King Dodongo, Barinade, Phantom-Ganon, Volvagia, Morpha, Bongo Bongo und Twinrova besitzen weiterhin ihre bekannten Schwächen und grundlegenden Kampfmechaniken.
Auch Ganondorf und Ganon werden auf die bekannte Weise bekämpft.
Der große Unterschied liegt auf Nintendo 3DS beim Schaden. Da Gegner und Bosse dort doppelte Lebensenergie-Schäden verursachen, werden Fehler wesentlich härter bestraft.
Master Quest verändert also vor allem den Weg zum Boss und weniger den Boss selbst.
Ist Master Quest wirklich schwerer?
Insgesamt ja – allerdings nicht in jedem einzelnen Abschnitt.
Die Rätsel sind häufiger ungewöhnlich und verlangen, dass der Spieler vertraute Räume völlig neu betrachtet. Gegner stehen an unangenehmeren Positionen und manche Schalter sind absichtlich sehr unscheinbar versteckt.
Gleichzeitig bedeutet „anders“ nicht automatisch „schwerer“. Einige Master-Quest-Dungeons besitzen Routen, die bestimmten Spielern sogar logischer oder kürzer erscheinen als das Original. Der Wassertempel ist dafür das bekannteste Beispiel.
Die 3DS-Master-Quest ist dagegen unabhängig vom Rätseldesign eindeutig gefährlicher, weil sämtliche Gegner und Bosse doppelten Schaden verursachen.
GameCube Master Quest vs. 3DS Master Quest
Die beiden Master-Quest-Versionen verwenden grundsätzlich dieselben neu gestalteten Dungeons. Trotzdem sollte man sie nicht miteinander verwechseln.
| Unterschied | GameCube | Nintendo 3DS |
|---|---|---|
| Dungeon-Rätsel | Master-Quest-Rätsel | Grundsätzlich dieselben |
| Welt gespiegelt | Nein | Ja |
| Dungeons gespiegelt | Nein | Ja |
| Link rechtshändig | Nein | Ja |
| Gegnerschaden | Normal | Doppelt |
| Heilherzen von Gegnern | Normal | Gegner hinterlassen keine normalen Heilherzen |
| Grafik | N64-/GameCube-Port | Neu gestaltete 3DS-Grafik |
| Inventar | Klassische Menüs | Touchscreen-Schnellzugriff |
| Eisen- und Gleitstiefel | Über Ausrüstungsmenü | Als schnell wechselbare Items |
| Zielen | Analogstick | Analogstick oder Bewegungssteuerung |
| Freischaltung | Eigener Spielmodus auf Bonus-Disc | Nach Abschluss der normalen Quest |
Die Verbesserungen bei Menü, Stiefeln und Bewegungssteuerung sind dabei keine exklusiven Master-Quest-Änderungen, sondern stammen aus Ocarina of Time 3D insgesamt. Sie gelten sowohl für die normale 3DS-Quest als auch für Master Quest.
Warum trägt Link auf Nintendo 3DS das Schwert rechts?
Link wurde nicht speziell für Master Quest zum Rechtshänder umgestaltet. Die gesamte Spielwelt wird horizontal gespiegelt. Dadurch wird auch Links Charaktermodell gespiegelt.
Seine ursprünglich linke Schwerthand erscheint deshalb auf der rechten Seite.
Dasselbe Prinzip betrifft sämtliche Karten, Räume und Landschaften. Eine Felswand, die im GameCube-Master-Quest westlich liegt, befindet sich auf Nintendo 3DS entsprechend östlich.
Warum wurde die 3DS-Version gespiegelt?
Die Spiegelung sorgt dafür, dass selbst Spieler, die Ocarina of Time und die ursprüngliche Master Quest sehr gut kennen, ihre räumliche Orientierung neu lernen müssen.
Ein vertrauter Weg fühlt sich dadurch überraschend fremd an. Besonders in Gebieten wie Kakariko, Gerudotal oder den verzweigten Tempeln reicht das Muskelgedächtnis aus früheren Durchgängen nicht mehr aus.
Gemeinsam mit dem doppelten Schaden macht diese zusätzliche Veränderung Master Quest auf Nintendo 3DS zur anspruchsvollsten offizielle Variante von Ocarina of Time.
Was bleibt zwischen Ocarina of Time und Master Quest identisch?
Trotz der zahlreichen Dungeon-Unterschiede bleibt ein sehr großer Teil des Spiels unverändert. Dazu gehören:
- die komplette Hauptgeschichte,
- alle wichtigen Charaktere,
- die grundlegende Reihenfolge der Handlung,
- die Oberwelt und ihre Gebiete,
- die meisten Nebenquests,
- die vier Flaschen,
- die Biggoron-Schwert-Tauschquest,
- die Masken-Tauschquest,
- die Wundererbsen,
- die Großen Feen,
- die meisten Herzteile,
- die Skulltulas außerhalb der Dungeons,
- Bossgegner und ihre grundlegenden Schwächen,
- das Ende des Spiels.
Master Quest ist deshalb am ehesten eine alternative zweite Quest für erfahrene Spieler – keine eigenständige Fortsetzung.
Was wurde tatsächlich verändert?
- Rätsel innerhalb der Dungeons,
- Positionen zahlreicher Dungeon-Gegner,
- Reihenfolge der Dungeon-Räume,
- kleine Schlüssel und Schlüsselwege,
- Positionen von Labyrinth-Karten und Kompassen,
- Positionen der Goldenen Skulltulas innerhalb der Dungeons,
- Einsatz von Zeitblöcken und Silberrubinen,
- Verwendung bestimmter Gegenstände und Okarina-Lieder,
- zahlreiche versteckte Kristallschalter und falsche Wände,
- Gerudo-Trainingsarena,
- Ganondorfs sechs Barrieren.
Auf Nintendo 3DS kommen zusätzlich die Spiegelung der gesamten Welt und der doppelte Schaden hinzu.
Was Master Quest nicht verändert
Master Quest enthält insbesondere keine neue Geschichte, keine neue Oberwelt und keine neuen Hauptdungeons. Es gibt auch keine neuen Bosse oder ein alternatives Ende.
Wer also ein komplett neues Zelda erwartet, wird viele bekannte Inhalte wiedersehen. Wer dagegen Ocarina of Time liebt und dieselben Orte mit völlig neuen Rätseln erleben möchte, bekommt genau dafür eine der interessantesten offiziellen Varianten des Spiels.
Ist Master Quest dasselbe wie Ura Zelda?
Master Quest geht aus dem ursprünglich für das Nintendo 64DD geplanten Ura Zelda hervor. Nintendo hat später selbst bestätigt, dass dieses Projekt schließlich als Ocarina of Time – Master Quest veröffentlicht wurde.
Während der frühen Entwicklung und Berichterstattung wurden zeitweise umfangreichere Vorstellungen mit dem 64DD verbunden. Die tatsächlich fertiggestellte Fassung konzentriert sich jedoch auf die veränderten Dungeons und benötigt keine besonderen 64DD-Funktionen.
Deshalb konnte Nintendo das Projekt später vergleichsweise unkompliziert auf Nintendo GameCube veröffentlichen.
Welche Version ist schwieriger?
Von den drei Varianten ist die Nintendo-3DS-Master-Quest normalerweise die anspruchsvollste:
Ocarina of Time besitzt die ursprünglichen Dungeon-Rätsel und normalen Gegnerschaden.
Master Quest auf GameCube besitzt die schwierigeren beziehungsweise ungewohnten Dungeon-Rätsel, lässt Schaden und Orientierung aber weitgehend unverändert.
Master Quest auf Nintendo 3DS kombiniert die neuen Dungeon-Rätsel mit einer gespiegelten Welt und doppeltem Schaden.
Gerade Spieler, die Ocarina of Time sehr gut kennen, können die Spiegelung überraschend verwirrend finden.
Sollte man zuerst Ocarina of Time oder Master Quest spielen?
Für den ersten Kontakt mit Ocarina of Time empfehlen wir grundsätzlich die normale Quest. Sie wurde als ursprüngliches Abenteuer entworfen und führt neue Gegenstände und Mechaniken deutlich behutsamer ein.
Master Quest richtet sich dagegen an Spieler, die das Original bereits kennen. Viele Rätsel setzen bewusst damit auseinander, dass der Spieler vermeintlich weiß, wie ein Raum normalerweise funktioniert.
Auf Nintendo 3DS ist diese Reihenfolge ohnehin vorgegeben: Master Quest wird erst freigeschaltet, nachdem die normale Quest mindestens einmal beendet wurde.
Ist Master Quest länger als Ocarina of Time?
Nicht zwangsläufig. Die Geschichte enthält keine zusätzlichen Kapitel und die Oberwelt bleibt identisch. Deshalb besitzt Master Quest nicht automatisch mehr Spielinhalt.
Beim ersten Durchgang können die neu gestalteten Rätsel allerdings deutlich mehr Zeit benötigen. Wer jeden Dungeon neu erforscht, Schalter sucht und sämtliche Goldenen Skulltulas einsammelt, kann entsprechend länger benötigen als bei einem vertrauten normalen Durchgang.
Einige einzelne Dungeon-Routen können dagegen sogar kürzer oder direkter ausfallen.
Lohnt sich Master Quest?
Für Spieler, die Ocarina of Time nur einmal erleben möchten, ist Master Quest nicht notwendig. Geschichte, Charaktere und Ende sind identisch.
Für Fans, die Hyrule bereits gut kennen, ist Master Quest dagegen besonders interessant. Die vertrauten Dungeon-Grundrisse sorgen zunächst für Orientierung, während die völlig anders angeordneten Rätsel ständig die Erwartungen brechen.
Besonders die 3DS-Fassung bietet durch Spiegelwelt und doppelten Schaden zusätzlich das Gefühl eines deutlich härteren zweiten Durchgangs.
Welche Master-Quest-Version verwendet unsere Lösung?
Unsere vollständige Ocarina of Time Master Quest Komplettlösung basiert auf der ursprünglichen GameCube-Master-Quest.
Damit stimmen Links- und Rechtsangaben mit der ungespiegelten Fassung überein.
Die Lösung funktioniert gleichzeitig für Ocarina of Time 3D – Master Quest. Dort musst Du lediglich sämtliche horizontalen Richtungsangaben spiegeln. Wenn in unserer GameCube-Lösung beispielsweise von einer Tür auf der linken Seite die Rede ist, befindet sie sich auf Nintendo 3DS entsprechend rechts.
Die eigentlichen Rätsel, Dungeon-Schalter, Schlüssel und Gegenstände entsprechen grundsätzlich derselben Master-Quest-Struktur.
Master Quest komplett lösen
Wenn Du die veränderten Dungeons vollständig abschließen möchtest, führt Dich unsere Ocarina of Time Master Quest Komplettlösung Schritt für Schritt durch das gesamte Abenteuer.
Dort verbinden wir die Haupthandlung direkt mit einer 100-%-Route. Dadurch werden nicht nur sämtliche Dungeons erledigt, sondern gleichzeitig auch alle 100 Goldenen Skulltulas, alle 36 Herzteile, vier Flaschen, sämtliche Wundererbsen, Biggoron-Schwert, Eispfeile, Große Feen und alle permanenten Upgrades eingesammelt.
Häufige Fragen zu Ocarina of Time und Master Quest
Was ist der größte Unterschied zwischen Ocarina of Time und Master Quest?
Der größte Unterschied sind die neu gestalteten Dungeons. Die grundlegenden Räume bleiben erkennbar, doch Rätsel, Gegner, Schalter, Schlüssel, Schatztruhen und Goldene Skulltulas wurden neu verteilt. Die Geschichte und die Oberwelt bleiben dagegen weitgehend unverändert.
Ist Master Quest ein eigenes Spiel?
Master Quest ist eine alternative Version von Ocarina of Time und keine Fortsetzung. Es verwendet dieselbe Geschichte, dieselben Charaktere, dieselben Gebiete und dieselben Bosse, verändert aber die Dungeons erheblich.
Ist Master Quest komplett gespiegelt?
Nur auf Nintendo 3DS. Die ursprüngliche GameCube-Version ist nicht gespiegelt. Ocarina of Time 3D – Master Quest spiegelt dagegen die komplette Oberwelt und sämtliche Dungeons horizontal.
Machen Gegner in Master Quest doppelten Schaden?
Nur in Ocarina of Time 3D – Master Quest. Auf GameCube verursachen Gegner grundsätzlich den normalen Schaden. Die 3DS-Version verdoppelt den von Gegnern und Bossen verursachten Schaden.
Warum ist Link in Master Quest manchmal Rechtshänder?
Das betrifft die Nintendo-3DS-Version. Da das gesamte Spiel gespiegelt wird, wird auch Links Charaktermodell gespiegelt. Dadurch hält er das Schwert rechts statt links.
Sind die Dungeons auf GameCube und 3DS gleich?
Die zugrunde liegenden Master-Quest-Rätsel und Dungeon-Routen sind grundsätzlich dieselben. Auf Nintendo 3DS wurden die Dungeons jedoch horizontal gespiegelt. Zusätzlich verursacht jeder Gegner dort doppelten Schaden.
Sind die Goldenen Skulltulas anders?
Die Oberwelt-Skulltulas befinden sich grundsätzlich an denselben Stellen. Die Skulltulas innerhalb der veränderten Dungeons wurden dagegen neu platziert. Alle 100 Fundorte findest Du in unserer Master-Quest-Skulltula-Übersicht.
Sind die Herzteile in Master Quest anders?
Die Herzteile außerhalb der Dungeons bleiben grundsätzlich unverändert. Eine wichtige Ausnahme bildet die Eishöhle – Master Quest, deren Herzteil über ein anderes Rätsel freigeschaltet wird. Unsere 36-Herzteile-Übersicht berücksichtigt diese Änderung.
Gibt es neue Bosse in Master Quest?
Nein. Die großen Bossgegner bleiben dieselben. Gohma, King Dodongo, Barinade, Phantom-Ganon, Volvagia, Morpha, Bongo Bongo, Twinrova, Ganondorf und Ganon werden grundsätzlich wie im normalen Ocarina of Time bekämpft.
Gibt es neue Gegenstände?
Nein. Master Quest verwendet das bekannte Inventar von Ocarina of Time. Die vorhandenen Gegenstände und Okarina-Lieder werden innerhalb der neu gestalteten Dungeons allerdings teilweise wesentlich kreativer und häufiger eingesetzt.
Sind die Nebenquests anders?
Nein. Maskenhandel, Biggoron-Schwert, Wundererbsen, Big Poes, Flaschen, Angeln, Bombchu Bowling und andere Oberwelt-Nebenaufgaben funktionieren grundsätzlich wie im normalen Ocarina of Time.
Muss ich Ocarina of Time zuerst durchspielen?
Auf Nintendo 3DS ja. Master Quest wird dort nach dem ersten vollständigen Abschluss der normalen Quest freigeschaltet. Die GameCube-Bonus-Disc behandelt Ocarina of Time und Master Quest dagegen als getrennte auswählbare Fassungen.
Ist Master Quest schwieriger als das Original?
Insgesamt ja. Die Dungeon-Rätsel sind ungewöhnlicher, Gegner stehen an gefährlicheren Positionen und bekannte Wege funktionieren anders. Auf Nintendo 3DS kommen zusätzlich die gespiegelte Spielwelt und doppelter Gegnerschaden hinzu. Einzelne Dungeons können subjektiv trotzdem leichter wirken als ihre ursprüngliche Version.
Ist Master Quest Ura Zelda?
Ja. Master Quest geht auf das ursprünglich für Nintendo 64DD entwickelte Ura Zelda zurück. Das Projekt wurde nicht als 64DD-Titel veröffentlicht und erschien später in übertragener Form als Master Quest auf Nintendo GameCube.
Welche Version ist für Master Quest am schwersten?
Die Nintendo-3DS-Version ist normalerweise am anspruchsvollsten. Sie kombiniert die veränderten Master-Quest-Dungeons mit einer vollständig gespiegelten Welt und doppeltem Schaden durch Gegner und Bosse.
Kann ich eine GameCube-Komplettlösung auf Nintendo 3DS verwenden?
Ja. Die eigentlichen Master-Quest-Rätsel entsprechen grundsätzlich derselben Version. Du musst jedoch sämtliche horizontalen Richtungsangaben spiegeln. Links und rechts sowie Ost und West sind auf Nintendo 3DS vertauscht.
Ocarina of Time Master Quest – der vollständige zweite Durchgang
Master Quest verändert genau die Bereiche, die erfahrene Ocarina-of-Time-Spieler am besten kennen. Die Geschichte bleibt dieselbe, aber innerhalb der Dungeons wird vertrautes Wissen immer wieder auf den Kopf gestellt. Türen führen über andere Wege, Gegner werden Teil der Rätsel und vermeintlich dekorative Elemente verbergen plötzlich wichtige Schalter.
Auf Nintendo GameCube entsteht dadurch eine alternative Dungeon-Version des Klassikers. Ocarina of Time 3D geht noch einen Schritt weiter und kombiniert diese Dungeons mit einer vollständig gespiegelten Welt und doppeltem Schaden.
Wenn Du Master Quest vollständig abschließen möchtest, starte mit unserer Ocarina of Time Master Quest – 100-%-Komplettlösung. Dort führen wir Dich vom Kokiri-Wald bis zum finalen Kampf gegen Ganon und integrieren sämtliche optionalen Sammelobjekte direkt in die optimale Route.



