Der Blutmond gehört zu den wichtigsten wiederkehrenden Ereignissen in The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Wenn sich der Himmel rot färbt und um Mitternacht Ganons Macht über Hyrule zieht, kehren fast alle besiegten Monster zurück und zahlreiche frei in der Welt liegende Waffen, Bögen und Schilde erscheinen erneut. Dadurch bleiben Leunen, Wächter, Hinoxe, Iwaroks und Monsterlager dauerhaft farmbar. Hinter dem Ereignis steckt allerdings kein einfacher Sieben-Tage-Kalender und auch kein vollständiger Reset der Spielwelt. Pflanzen, Erzvorkommen, Tiere, Schatztruhen und Händler folgen eigenen Respawn-Regeln. Ein regulärer Blutmond basiert auf einem internen Timer von 168 Minuten aktiver Spielzeit und wird anschließend für eine kommende Mitternacht vorgemerkt. Auf dieser Seite erklären wir den genauen Zeitpunkt, sämtliche Respawns, das gezielte Farmen nach einem Blutmond, den Kochbonus und die Schrein-Aufgabe „Die Nacht des Blutmonds“.
Blutmond – die wichtigsten Daten auf einen Blick
| Eigenschaft | Blutmond |
|---|---|
| Regulärer Timer | 168 Minuten aktive Spielzeit |
| Entspricht | 7 normal ablaufenden Spieltagen |
| Auslösung | Um Mitternacht |
| Erste sichtbare Anzeichen | Etwa ab 22:00 Uhr |
| Rote Partikel | Etwa ab 23:30 Uhr |
| Monster-Respawn | Ja |
| Waffen-Respawn | Ja, bei dafür vorgesehenen Welt- und Gegnerwaffen |
| Schatztruhen | Nein |
| Pflanzen und Erz | Eigener Respawn, unabhängig vom Blutmond |
| Kochbonus | Garantierter kritischer Kocherfolg etwa 23:30–00:15 Uhr |
| Durch Schlafen erzwingbar? | Nein |
| Durch Töten vieler Gegner erzwingbar? | Nein |
Wann kommt der Blutmond?
Der reguläre Blutmond wird von einem internen Zeitzähler gesteuert. Dieser läuft während aktiver Spielzeit und erreicht nach 168 Minuten beziehungsweise zwei Stunden und 48 Minuten den entscheidenden Wert. Das entspricht sieben vollständig und normal ablaufenden Tagen in Hyrule, weil eine Spielstunde ungefähr einer realen Minute entspricht. Deshalb entstand die verbreitete Aussage, der Blutmond erscheine „alle sieben Tage“. Technisch ist jedoch der laufende Timer entscheidend und nicht einfach die Anzahl der Kalendertage, die oben rechts auf der Karte vergehen.
Nachdem der Timer seinen Grenzwert erreicht hat, erscheint der Blutmond nicht zwingend in derselben Sekunde. Breath of the Wild überprüft den Zustand um Mitternacht und plant den Blutmond für eine folgende geeignete Nacht ein. Abhängig davon, wann der Timer seinen Grenzwert überschreitet und ob Link sich an einem Ort befindet, an dem ein Blutmond stattfinden darf, kann das tatsächliche Intervall deshalb länger als zwei Stunden und 48 Minuten sein.
Warum Schlafen und Lagerfeuer den Blutmond nicht beschleunigen
Mehrfach hintereinander bis zum Morgen oder bis zur Nacht zu schlafen funktioniert nicht. Beim Schlafen und Warten am Lagerfeuer springt lediglich die sichtbare Uhrzeit nach vorne. Die für den Blutmond entscheidende aktive Spielzeit wird dadurch nicht entsprechend beschleunigt. Die dabei abgespielten Übergänge zählen sogar nicht zum normalen Timer. Ihr könnt also nicht siebenmal bis zum Morgen warten und dadurch zuverlässig einen Blutmond erzeugen.
Ist ein Blutmond allerdings bereits für die kommende Nacht vorgesehen, kann das Überspringen der Zeit bis zur Nacht beziehungsweise über Mitternacht seine Auslösung beschleunigen. Lagerfeuer sind deshalb nützlich, wenn Ihr bereits wisst, dass heute ein Blutmond kommt – nicht um den eigentlichen Timer vorher künstlich zu füllen.
Blutmond durch viele besiegte Gegner auslösen?
Auch das Töten besonders vieler Gegner beschleunigt einen normalen Blutmond nicht. Ob Ihr während der 168 Minuten hunderte Bokblins besiegt oder friedlich durch Hyrule reitet, verändert den regulären Timer nicht. Dass nach großen Farmrunden häufig ein Blutmond auftritt, liegt meistens schlicht daran, dass dabei viel aktive Spielzeit vergangen ist. Dasselbe gilt für Wächter, Leunen, Bäume oder zerstörte Gegenstände: Ihr könnt den normalen Blutmond durch solche Aktionen nicht zuverlässig erzwingen.
Der erste Blutmond
Ein regulärer Blutmond kann nicht stattfinden, solange Link das Vergessene Plateau noch nicht verlassen hat. Der interne Zeitzähler läuft bereits früher, doch die eigentliche Auslösung wird erst zugelassen, nachdem Link mit dem Parasegel erstmals in das Königreich Hyrule hinabgesprungen ist. Ihr müsst dafür keinen Titanen befreit, keinen bestimmten Schrein gelöst und keine besondere Anzahl an Gegnern besiegt haben. Sobald das Plateau verlassen wurde und genügend aktive Spielzeit vergangen ist, beginnt der normale Blutmond-Zyklus.
Woran erkennt man einen bevorstehenden Blutmond?
Die Nacht beginnt zunächst vollkommen normal. Etwa ab 22:00 Uhr könnt Ihr bei freier Sicht bereits einen ungewöhnlich roten Vollmond am Himmel erkennen. Gegen 23:30 Uhr wird das Ereignis unübersehbar: Rote und schwarze Partikel steigen aus dem Boden auf, Ganons Musik setzt ein und die gesamte Umgebung erhält zunehmend einen roten Farbton. Kurz vor Mitternacht bewegt sich der Himmel auffällig schnell. Um 00:00 Uhr wird schließlich die Blutmond-Sequenz ausgelöst und Zelda warnt Link vor der Rückkehr der Monster.
Hino verrät den nächsten Blutmond
Wenn Ihr wissen möchtet, ob in der kommenden Nacht ein Blutmond bevorsteht, besucht Hino beim Stall der Zwillingsberge. Der Mann beschäftigt sich intensiv mit den verschiedenen Mondphasen. Sprecht ihn tagsüber an und fragt nach dem heutigen Mond. Ist für diese Nacht ein Blutmond vorgemerkt, reagiert Hino deutlich anders als bei einer normalen Mondphase und kündigt an, dass etwas Besonderes bevorsteht. Damit ist Hino die zuverlässigste Möglichkeit, einen bereits geplanten Blutmond frühzeitig zu erkennen.
Den Stall der Zwillingsberge erreicht Ihr ohnehin bereits kurz nach dem Vergessenen Plateau auf dem Weg nach Kakariko. Weitere Informationen zu allen Reisestationen findet Ihr in unserer Seite Alle Ställe – Fundorte, Händler und Besonderheiten.
Was passiert bei einem Blutmond?
Der entscheidende Moment ist Mitternacht. Sobald die Sequenz abgespielt wird, setzt das Spiel die Respawn-Markierungen einer großen Zahl von Gegnern und Waffen zurück. Besiegte Monster erscheinen wieder an ihren ursprünglichen Positionen und dafür vorgesehene Waffen können erneut eingesammelt werden. Die wiederbelebten Gegner bleiben anschließend ganz normal in der Welt. Sie verschwinden nicht am Morgen wieder. Der Blutmond ist lediglich der Zeitpunkt des Respawns – keine zeitlich begrenzte Monsterphase.
Welche Gegner respawnen?
| Gegner | Respawn durch Blutmond? |
|---|---|
| Bokblins | Ja |
| Moblins | Ja |
| Echsalfos | Ja |
| Leunen | Ja |
| Wächter-Läufer | Ja |
| Wächter-Flieger | Ja |
| Wächter-Geschütze | Ja |
| Aktive Wächter-Wracks | Ja |
| Nano-Wächter in Kraftproben | Ja |
| Hinoxe | Ja |
| Stalhinoxe | Ja |
| Iwaroks und Magmaroks | Ja |
| Glaciroks | Ja |
| Moldoras | Ja |
| Flüche Ganons | Nein |
| Meister Koga | Nein |
| Andere einmalige Story-Gegner | Nein |
Damit könnt Ihr praktisch alle normalen Monster und die großen frei in Hyrule auftauchenden Oberweltgegner immer wieder bekämpfen. Besonders wichtig ist das für Leunen, Wächter, Hinoxe, Iwaroks und Moldoras, weil ihre Waffen und Materialien für Rüstungsverbesserungen, Rubine und den vollständigen Spielabschluss benötigt werden. Ein bereits besiegter Oberweltboss wird nach seinem Respawn weiterhin als besiegt für die entsprechende Kilton-Auszeichnung gewertet; die erneute Existenz des Gegners nimmt Euch den Fortschritt nicht wieder weg.
Wächter respawnen nach einem Blutmond
Aktive große Wächter gehören ebenfalls zum Blutmond-System. Habt Ihr sämtliche Läufer auf der Ebene von Hyrule oder im Tarrin-Sumpf beseitigt, könnt Ihr nach dem nächsten Blutmond dieselben Gebiete erneut besuchen und wieder Antike Schrauben, Federn, Zahnräder, Achsen und Reaktorkerne sammeln. Wächter-Läufer, Flieger und Geschütze sind dadurch eine dauerhaft erneuerbare Quelle für Antike Riesenkerne. Dasselbe gilt für viele Nano-Wächter in den Kraftproben. Alles über deren unterschiedliche Materialtabellen findet Ihr in unserem Guide Wächter – alle Arten, Fundorte und Antike Materialien.
Durchsuchbare zerstörte Wächter sind etwas anderes
Ein wichtiges Detail betrifft die vielen vollständig zerstörten Wächter, die nur noch als Metallwracks am Boden liegen. Wenn Ihr solche Wracks untersucht und daraus ein Antikes Bauteil nehmt, wird dieser Suchzustand nicht einfach durch den Blutmond zurückgesetzt. Sie gehören nicht zur selben Respawn-Kategorie wie aktive Wächtergegner. Wer Antike Materialien gezielt farmen möchte, sollte sich deshalb hauptsächlich auf aktive Wächter konzentrieren.
Leunen nach dem Blutmond farmen
Leunen gehören zu den wertvollsten Gegnern für wiederholte Blutmond-Runden. Nach jedem regulären Respawn stehen sie wieder an ihren jeweiligen Fundorten und tragen erneut ihre Waffen, Bögen und Schilde. Auch Leunen-Hörner, Hufe und Herzen können damit unbegrenzt gesammelt werden. Beachtet jedoch das versteckte Fortschrittssystem von Breath of the Wild: Viele Leunen entwickeln sich im Verlauf des Spiels zu stärkeren Varianten weiter. Ein später erneut gespawnter Leune kann deshalb stärker sein als das Exemplar, das Ihr dort zu Beginn des Abenteuers besiegt habt.
Iwaroks nach dem Blutmond – schnelle Rubine
Iwaroks, Magmaroks und Glaciroks sind ebenfalls vollständig erneuerbar. Nach dem Blutmond erscheinen sie wieder an ihren festen Positionen und tragen erneut Erzvorkommen auf dem Körper. Dadurch gehören sie zu den besten wiederholbaren Quellen für Edelsteine. Wer mehrere bekannte Iwarok-Fundorte markiert, kann nach jedem Blutmond eine feste Runde absolvieren, die Gegner besiegen und Bernstein, Opale, Topase, Rhodonite, Saphire und gelegentlich Diamanten verkaufen.
Hinoxe und Stalhinoxe respawnen ebenfalls
Dasselbe gilt für Hinoxe und Stalhinoxe. Bereits besiegte Exemplare erwachen beziehungsweise erscheinen nach dem nächsten Blutmond erneut. Dadurch könnt Ihr Hinox-Zähne, Zehennägel und Herzen beliebig oft sammeln. Auch die Waffen, die viele Hinoxe an ihren Halsketten tragen, stehen nach einem Respawn wieder zur Verfügung. Habt Ihr einen Hinox bereits einmal für Kiltons Medaille besiegt, bleibt dieser Fortschritt erhalten.
Welche Waffen respawnen nach einem Blutmond?
Viele frei in der Oberwelt platzierte Waffen, Bögen und Schilde werden beim Blutmond ebenfalls erneuert. Dasselbe gilt für Ausrüstung, die von wiederkehrenden Gegnern getragen wird. Kennt Ihr beispielsweise einen festen Fundort eines Königs-Zweihänders, Flammenschwerts oder starken Bogens, könnt Ihr ihn nach einem späteren Blutmond erneut aufsuchen und die Waffe wieder einsammeln. Das ist besonders nützlich, weil Breath of the Wild keine normale Reparaturfunktion für zerbrochene Ausrüstung besitzt.
Markiert gute Waffenfundorte deshalb mit einem Symbol auf der Karte. Sobald ein Blutmond stattgefunden hat, könnt Ihr Eure bevorzugten Fundstellen systematisch erneut besuchen. Waffen, die sich bereits in Links Inventar befinden oder an den Waffenhalterungen in seinem Haus hängen, werden natürlich nicht dupliziert.
Waffen in Schatztruhen respawnen nicht
Der Standort einer Waffe ist entscheidend. Liegt ein Schwert offen auf dem Boden, lehnt an einer Wand oder gehört zu einem regulär wiederkehrenden Gegner, kann es nach einem Blutmond erneut verfügbar sein. Befindet sich dieselbe Waffe dagegen in einer normalen Schatztruhe, bleibt die einmal geöffnete Truhe geöffnet. Der Blutmond füllt sie nicht neu. Das gilt auch für besonders wertvolle einmalige Truhenbelohnungen wie den Hylia-Schild im Kerker von Schloss Hyrule.
Respawnen Schatztruhen?
Normale bereits geöffnete Schatztruhen werden durch einen Blutmond nicht zurückgesetzt. Ihr könnt also keine Schreintruhe, Monsterlager-Truhe oder besondere Welttruhe nach jedem Blutmond erneut plündern. Dass Gegner eines Lagers wieder erscheinen, bedeutet nicht automatisch, dass auch dessen einmal geöffnete feste Schatztruhe wieder verschlossen wird. Ausnahmen existieren nur bei speziellen Spielsituationen und ändern nichts an dieser allgemeinen Regel.
Respawnen Pflanzen, Früchte und Pilze?
Pflanzen, Pilze, Früchte und viele andere Materialien hängen nicht vom Blutmond ab. Sie besitzen ein eigenes zufälliges Respawn-System. Vereinfacht gesagt erhält ein bereits eingesammeltes Material pro realer Minute eine kleine Chance, wieder verfügbar zu werden, solange Link sich nicht im selben Kartenbereich befindet. Deshalb kann ein Apfelbaum oder eine Fundstelle für Maxi-Rüben irgendwann wieder gefüllt sein, obwohl seitdem überhaupt kein Blutmond stattgefunden hat.
Die häufig genannte Wahrscheinlichkeit beträgt ungefähr ein Prozent pro Minute außerhalb des jeweiligen Kartenbereichs. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein Material nach 100 Minuten garantiert wieder da ist. Jeder Zeitpunkt wird unabhängig ausgewürfelt. Wer bestimmte Pflanzen farmt, sollte deshalb andere Regionen erkunden und später zurückkehren, statt direkt daneben auf einen Blutmond zu warten.
Respawnen Erzvorkommen beim Blutmond?
Auch Erzvorkommen sind nicht an den Blutmond gekoppelt. Habt Ihr einen normalen oder seltenen Erzbrocken zerschlagen, wird dessen Rückkehr über dasselbe unabhängige Respawn-Prinzip geregelt. Ein Blutmond kann zeitlich zufällig mit dem Wiedererscheinen eines Erzvorkommens zusammenfallen, ist aber nicht dessen Ursache. Für Edelsteine sind wiederkehrende Iwaroks deshalb berechenbarer: Der Gegner selbst hängt tatsächlich am Blutmond und trägt nach seiner Rückkehr wieder sein Erzvorkommen.
Respawnen Tiere und Insekten?
Wildtiere, Fische, Insekten und andere Kreaturen werden ebenfalls unabhängig vom Blutmond erzeugt. Sie erscheinen dynamisch anhand des Gebiets, der Tageszeit, des Wetters und weiterer Bedingungen. Deshalb müsst Ihr für Hirsche, Wildschweine, Käfer oder Libellen keinen Blutmond abwarten. Verlasst den Bereich, lasst genügend Zeit verstreichen und kehrt später wieder zurück.
Respawnen Händlerwaren beim Blutmond?
Auch Händler sind nicht an den Blutmond gebunden. Ihre Warenbestände besitzen eigene Wiederauffüllungsregeln. Ein Blutmond ist deshalb weder bei Terri noch bei normalen Dorfläden grundsätzlich erforderlich. Besonders bei Pfeilen gelten zusätzliche Bedingungen: Mehrere Händler füllen eine Pfeilsorte nicht erneut auf, wenn Link bereits einen größeren Vorrat davon besitzt. Dass ein Laden nach einem Blutmond wieder Ware anbietet, ist daher häufig nur eine zeitliche Überschneidung und keine direkte Wirkung des roten Mondes.
Was setzt der Blutmond wirklich zurück?
| Objekt oder Gegner | Blutmond-Respawn |
|---|---|
| Normale Monster | Ja |
| Leunen | Ja |
| Hinoxe / Stalhinoxe | Ja |
| Iwaroks / Magmaroks / Glaciroks | Ja |
| Moldoras | Ja |
| Aktive Wächter | Ja |
| Viele Nano-Wächter | Ja |
| Frei liegende Weltwaffen | Ja |
| Waffen wiederkehrender Gegner | Ja |
| Bereinigter Schlamm des Hasses mit Auge | Teilweise ja |
| Normale Schatztruhen | Nein |
| Schrein-Schatztruhen | Nein |
| Pflanzen und Früchte | Nein – eigener Respawn |
| Erzvorkommen | Nein – eigener Respawn |
| Tiere und Insekten | Nein – dynamische Spawns |
| Händlerbestände | Nein – eigenes System |
| Story-Bosse | Nein |
| Krog-Rätsel | Nein |
| Abgeschlossene Aufgaben | Nein |
Blutmond während eines Kampfes
Besonders unangenehm kann ein Blutmond werden, wenn Ihr gerade ein großes Monsterlager räumt. Habt Ihr vor Mitternacht bereits mehrere Gegner besiegt und die Blutmond-Sequenz wird anschließend ausgelöst, können die getöteten Monster sofort wieder an ihren ursprünglichen Positionen erscheinen. Eure verbrauchten Pfeile, zerbrochenen Waffen und gegessenen Mahlzeiten bekommt Ihr natürlich nicht zurück. Seht Ihr während eines schwierigen Kampfes bereits den roten Mond am Himmel, kann es deshalb sinnvoll sein, die Auseinandersetzung erst nach Mitternacht zu beginnen.
Ein Gegner, der zum Zeitpunkt des regulären Blutmonds noch lebt und nur verletzt wurde, erhält nicht automatisch seine komplette Lebensleiste zurück. Der normale Blutmond ist ein Respawn bereits besiegter Gegner und kein globaler Heilzauber für jeden aktiven Feind.
Blutmond verschieben
Ein bereits vorgemerkter Blutmond kann unter bestimmten Bedingungen auf die folgende Nacht verschoben werden. Befindet sich Link um Mitternacht beispielsweise innerhalb eines Schreins, kann die reguläre Blutmond-Sequenz dort nicht stattfinden. Verlässt Link den Schrein wieder, bleibt das Ereignis für eine spätere geeignete Nacht vorgesehen. Dasselbe Prinzip gilt für mehrere andere Bereiche, in denen normale Blutmonde gesperrt sind.
Diese Mechanik ist besonders hilfreich für die Schrein-Aufgabe „Die Nacht des Blutmonds“. Bemerkt Ihr um 22:00 Uhr einen roten Mond, seid aber zu weit vom Ziel entfernt, könnt Ihr einen nahegelegenen Schrein betreten und dort über Mitternacht bleiben. Anschließend habt Ihr bis zur nächsten vorgesehenen Nacht deutlich mehr Zeit, zum Washa-Plateau zu reisen.
Kein regulärer Blutmond in Schloss Hyrule
Während Link sich im eigentlichen Bereich von Schloss Hyrule befindet, wird ein regulärer Blutmond nicht ausgelöst. Ein bereits vorgemerktes Ereignis wird dadurch lediglich verzögert. Verlasst Ihr das Schloss wieder, kann der Blutmond in einer der folgenden geeigneten Nächte stattfinden. Das ist praktisch, wenn Ihr das Schloss längere Zeit erkunden möchtet, ohne dass bereits besiegte Gegner mitten während Eures Rundgangs durch eine reguläre Blutmond-Sequenz wiederbelebt werden.
Weitere Orte, an denen der Blutmond unterdrückt wird
Normale Blutmonde werden ebenfalls verhindert, wenn Link sich um den entscheidenden Zeitpunkt innerhalb eines Schreins oder eines Titanen befindet. Auch während bestimmter Storysequenzen, Minispiele, im Yiga-Versteck und während verschiedener Bossabschnitte kann die Sequenz blockiert sein. Der interne Timer beziehungsweise ein bereits geplanter Blutmond verschwindet dadurch nicht einfach. Sobald Link wieder in einem geeigneten Bereich der Oberwelt unterwegs ist, kann das Ereignis in einer folgenden Nacht nachgeholt werden.
Die Nacht des Blutmonds – Schrein-Aufgabe
Der Blutmond wird für die Schrein-Aufgabe „Die Nacht des Blutmonds“ benötigt. Ihr startet sie bei Kashiwa auf dem Washa-Plateau im Gebiet des Turms der Hügel. Unterhalb seines erhöhten Standorts befindet sich eine orangefarbene antike Plattform. Während der Nacht eines Blutmonds muss Link ohne Rüstung auf dieser Plattform stehen. Erfüllt Ihr die Bedingung, färbt sie sich blau und der Mijah-Rokee-Schrein erhebt sich aus dem Boden.
Die Aufgabe gehört zu den wenigen Schreinen, bei denen Ihr von einem Ereignis außerhalb Eurer direkten Kontrolle abhängig seid. Die vollständige Region findet Ihr in unserem Guide Turm der Hügel – Satori-Berg, Donner-Plateau, alle Schreine und 80 Krogs.
Teleport-Medaillon für die Blutmond-Aufgabe
Besitzer des ersten DLC-Pakets können sich die Aufgabe erheblich vereinfachen. Setzt das Teleport-Medaillon direkt neben die antike Plattform auf dem Washa-Plateau und spielt anschließend normal weiter. Sobald Ihr irgendwann die ersten Zeichen eines Blutmonds bemerkt, teleportiert Ihr Euch direkt zum gespeicherten Punkt und wartet dort auf die richtige Uhrzeit. Dadurch müsst Ihr nicht ständig in der Gegend bleiben und auf das Ereignis warten. Den Gegenstand bekommt Ihr unter Irrland; die komplette Lösung findet Ihr auf unserer Seite Teleport-Medaillon – Fundort und Verwendung.
Blutmond und Kochen – garantierte kritische Erfolge
Der Blutmond besitzt noch einen weiteren äußerst nützlichen Effekt. Zwischen ungefähr 23:30 und 00:15 Uhr erhalten geeignete Gerichte und Medizin beim Kochen garantiert einen kritischen Erfolg. Ihr erkennt ihn am veränderten Kochgeräusch. Abhängig vom Rezept kann dadurch unter anderem die geheilte Herzmenge steigen, zusätzliche Ausdauer entstehen, die Wirkungsdauer verlängert oder die Effektstufe erhöht werden.
Wenn Ihr einen Kochtopf in der Nähe habt, solltet Ihr die kurze Phase deshalb nutzen, um wertvolle Angriffs-, Abwehr-, Ausdauer- oder Temperaturgerichte herzustellen. Der Bonus überschreitet allerdings nicht die normalen Maximalstufen eines Effekts. Gerichte mit Monsterextrakt sowie bestimmte Sonderrezepte folgen eigenen Regeln.
Die besten Farmrunden nach einem Blutmond
Wenn Ihr den Blutmond gezielt ausnutzen möchtet, markiert Euch vorher feste Fundorte wertvoller Gegner und Waffen. Direkt nach der Sequenz könnt Ihr beispielsweise mehrere Iwaroks für Edelsteine besiegen, anschließend Leunen für Waffen und Monsterteile jagen und danach Wächter auf der Ebene von Hyrule oder in Akkala zerlegen. Frei liegende hochwertige Waffen können auf derselben Route direkt wieder eingesammelt werden. So nutzt Ihr einen einzelnen Blutmond wesentlich effizienter, als lediglich ein zufälliges Monsterlager erneut zu räumen.
Wann kommt der nächste Blutmond nach einem Blutmond?
Nachdem die reguläre Blutmond-Sequenz erfolgreich abgespielt wurde, beginnt der interne Zyklus erneut. Von diesem Zeitpunkt an müssen wieder ungefähr 168 Minuten relevante aktive Spielzeit zusammenkommen, bevor ein neuer regulärer Blutmond eingeplant werden kann. Pausenmenüs, Ladebildschirme und übersprungene Stunden am Lagerfeuer verkürzen diese Zeit nicht. Deshalb können zwischen zwei Blutmonden bei normalem Spielen deutlich mehr als zwei Stunden und 48 Minuten realer Zeit vergehen.
Warum bekomme ich keinen Blutmond?
Wenn sehr lange kein Blutmond erscheint, liegt das meistens an der tatsächlich gezählten Spielzeit. Längere Aufenthalte in Menüs, häufige Schnellreisen mit Ladebildschirmen, Schlafen am Lagerfeuer und andere Unterbrechungen zählen nicht so wie normale aktive Spielzeit. Außerdem kann ein bereits vorgemerkter Blutmond immer wieder verschoben werden, wenn Ihr die betreffende Mitternacht in einem Schrein, Titanen, Schloss Hyrule oder einem anderen gesperrten Bereich verbringt. Spielt eine Weile normal in der offenen Oberwelt weiter und überprüft anschließend bei Hino, ob für die kommende Nacht etwas Besonderes vorgesehen ist.
Kann man einen Blutmond erzwingen?
Mit normalen Spielmechaniken gibt es keinen zuverlässigen Befehl zum sofortigen Auslösen. Gegner töten, Wälder roden, große Mengen Materialien einsammeln, schnell zwischen Orten teleportieren oder immer wieder schlafen setzt den regulären Timer nicht auf den gewünschten Wert. Die zuverlässigste Methode besteht schlicht darin, aktiv weiterzuspielen. Sobald Hino einen Blutmond ankündigt, könnt Ihr die entsprechende Nacht gezielt nutzen.
Was ist ein Panik-Blutmond?
Sehr selten kann Breath of the Wild einen sogenannten Panik-Blutmond beziehungsweise erzwungenen Blutmond auslösen. Dabei handelt es sich nicht um den normalen Zyklus. Das Spiel verwendet die Blutmond-Sequenz in bestimmten technischen Situationen, wenn interne Ressourcen neu geladen werden müssen. Ein solcher Blutmond kann deshalb ungewöhnlich erscheinen und muss nicht an die normalen Zeitbedingungen gebunden sein.
Der Panik-Blutmond lässt sich nicht sinnvoll durch das Besiegen einer bestimmten Gegnerzahl erzwingen. Er setzt außerdem den regulären Blutmond-Timer nicht auf dieselbe Weise zurück und besitzt nicht sämtliche Sonderwirkungen einer normalen Blutmondnacht. Insbesondere solltet Ihr Euch für die Schrein-Aufgabe oder den gezielten Kochbonus nicht auf einen solchen Ausnahmefall verlassen.
Blutmond im Master-Modus
Der Blutmond funktioniert im Master-Modus grundsätzlich genauso wie im normalen Spiel. Auch dort kehren besiegte Gegner und entsprechende Waffen zurück. Weil im Master-Modus jedoch viele Monster eine Stufe höher beginnen und später exklusive goldene Gegner erscheinen, sind Blutmond-Farmrunden besonders ergiebig. Ein Goldener Leune kann nach jedem Blutmond erneut bekämpft werden und liefert wieder seine wertvolle Ausrüstung und Materialien. Mehr zu Gegnerstufen und Regeneration findet Ihr in unserem Guide Master-Modus – Unterschiede, goldene Gegner und Tipps.
Blutmond löscht keinen Spielfortschritt
Der Blutmond verändert keine abgeschlossenen Haupt- oder Nebenaufgaben, setzt keine Schreine zurück und entfernt keine gefundenen Krogs. Auch aktivierte Türme, Erinnerungen, registrierte Pferde und bereits geöffnete wichtige Bereiche bleiben erhalten. Ebenso werden einmalige Story-Bosse nicht wiederbelebt. Das Ereignis betrifft gezielt wiederholbare Teile der Welt und sorgt damit dafür, dass Gegner und viele Waffen selbst nach hunderten Spielstunden weiterhin verfügbar bleiben.
Blutmond gezielt zum Farmen nutzen
Der größte Nutzen des Blutmonds liegt darin, Hyrules wertvollste erneuerbare Gegner und Waffen dauerhaft verfügbar zu halten. Wollt Ihr Antike Materialien, wartet Ihr auf einen Respawn der Wächter. Benötigt Ihr Leunen-Herzen oder starke Bögen, besucht Ihr bekannte Leunenplätze erneut. Für Rubine bieten sich Iwaroks an, während schwere Kraftproben wieder Nano-Wächter und hochwertige Wächter-Waffen liefern. Ihr müsst nach einem Blutmond nicht sofort losziehen: Die zurückgekehrten Gegner bleiben vorhanden, bis Ihr sie erneut besiegt. Dadurch könnt Ihr Eure Farmrunde jederzeit später beginnen.
Der Blutmond ist kein kompletter Reset von Hyrule
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Blutmond bedeutet Gegner- und Waffen-Respawn, nicht vollständiger Welt-Respawn. Bereits geöffnete Truhen bleiben leer, Pflanzen und Erzvorkommen folgen ihrem eigenen Zufallssystem, Tiere werden dynamisch erzeugt und Händler besitzen unabhängige Warenregeln. Wer diese Systeme trennt, kann gezielt farmen und muss nicht unnötig auf den nächsten roten Mond warten. Für einen vollständigen Durchgang durch alle Regionen, Gegner und Sammelobjekte findet Ihr weitere Fundorte in unserer Breath of the Wild Komplettlösung.

















