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Master-Modus – Unterschiede, goldene Gegner und Tipps für Breath of the Wild

Der Master-Modus ist der höchste Schwierigkeitsgrad in The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Bestandteil des ersten DLC-Pakets „Die legendären Prüfungen“. Statt lediglich den Schaden der Gegner zu erhöhen, verändert er zahlreiche Regeln des gesamten Abenteuers. Die meisten Monster starten eine Stufe stärker, Gegner regenerieren im Kampf Lebensenergie, Link wird schneller entdeckt und über ganz Hyrule schweben neue Plattformen mit zusätzlichen Gegnern und Schatztruhen. Hinzu kommen die exklusiven goldenen Bokblins, Moblins, Echsalfos und Leunen. Selbst das Vergessene Plateau ist erheblich gefährlicher: Zwischen den ersten Schreinen streift bereits ein Weißer Leune mit 4.000 Lebenspunkten umher. Wer den Master-Modus wie einen gewöhnlichen zweiten Durchgang spielt und jeden Gegner frontal angreift, verbraucht besonders am Anfang mehr Waffen, als er zurückbekommt. Mit der richtigen Spielweise bietet der Modus dagegen schon früh Zugang zu außergewöhnlich guter Ausrüstung und verändert viele bekannte Kämpfe grundlegend.


Master-Modus freischalten und starten

Der Master-Modus gehört zu DLC-Paket 1 „Die legendären Prüfungen“ des Erweiterungspasses. Nach der Installation könnt Ihr ihn direkt über das Hauptmenü starten. Ein bereits vorhandener normaler Spielstand wird dabei nicht überschrieben. Der Master-Modus besitzt einen vollständig getrennten Speicherbereich und beginnt immer mit einer neuen Partie in der Kammer des Erwachens. Ihr könnt anschließend jederzeit zum Titelbildschirm zurückkehren und zwischen Normal- und Master-Modus wechseln. Einen Überblick über sämtliche Erweiterungen findet Ihr auf unserer Seite zu den DLC-Inhalten von Breath of the Wild.


Alle Unterschiede zwischen Normal- und Master-Modus

Normaler Modus Master-Modus
Normale Gegnerstufen Die meisten Gegner beginnen eine Stufe höher
Silber ist bei mehreren Monsterarten die höchste Stufe Zusätzliche goldene Gegner oberhalb der silbernen Stufe
Gegner regenerieren keine Lebensenergie Gegner und zahlreiche Bosse regenerieren verlorene Lebensenergie
Normale Aufmerksamkeit der Gegner Gegner entdecken Link leichter
Keine fliegenden Monsterplattformen Flug-Oktoroks tragen Plattformen mit Gegnern und Schatztruhen
Kein Leune auf dem Vergessenen Plateau Weißer Leune bereits im Startgebiet
Mehrere automatische Speicherstände Nur ein automatischer Speicherstand zusätzlich zum manuellen Speicherstand
Schutz vor vielen tödlichen Einzeltreffern Dieser Schutz ist deaktiviert
Normale Prüfung des Schwertes Deutlich schwierigere Prüfung mit höherstufigen und regenerierenden Gegnern

Der Master-Modus verändert dagegen weder die Weltkarte noch die grundlegende Handlung. Schreine, Titanen, Erinnerungsfotos, Nebenaufgaben und Krogs befinden sich grundsätzlich an denselben Orten. Auch das Kochsystem, die Fundorte der meisten Rüstungen und die Anforderungen zum Ziehen des Master-Schwerts bleiben erhalten. Unsere normale Breath of the Wild Komplettlösung kann deshalb auch für einen Durchgang im Master-Modus verwendet werden; lediglich bei Kämpfen und einigen zusätzlichen Gegnerplatzierungen müsst Ihr anders vorgehen.


Die meisten Gegner sind eine Stufe stärker

Die auffälligste Änderung begegnet Euch bereits wenige Minuten nach Spielbeginn. Die meisten Gegner werden im Master-Modus um eine Rangstufe hochgesetzt. Wo im normalen Modus beispielsweise ein roter Bokblin wartet, begegnet Euch häufig bereits ein blauer Bokblin. Aus blauen Gegnern werden schwarze, aus schwarzen werden silberne und aus Gegnern der höchsten normalen Stufe können schließlich goldene Varianten entstehen. Dasselbe Prinzip betrifft neben Bokblins auch Moblins, Echsalfos und Leunen. Weitere Monstergruppen werden ebenfalls auf ihre jeweils stärkere vorhandene Variante gesetzt. Ein schwächerer Pyromagus kann beispielsweise durch die stärkere Version seines Elements ersetzt werden.

Normale Stufe Typische Stufe im Master-Modus
Roter Bokblin Blauer Bokblin
Blauer Bokblin Schwarzer Bokblin
Schwarzer Bokblin Silberner Bokblin
Silberner Bokblin Goldener Bokblin
Roter Leune Blauer Leune
Blauer Leune Weißer Leune
Weißer Leune Silberner Leune
Silberner Leune Goldener Leune

Das bedeutet nicht, dass ausnahmslos jeder Gegner in Hyrule exakt dieser Tabelle folgt. Breath of the Wild verwendet für viele Gegner ein verborgenes Fortschrittssystem und besitzt gleichzeitig einige fest definierte Ausnahmen. Bestimmte schwächere Monster bleiben erhalten, damit beispielsweise die entsprechenden Einträge für das Hyrule-Handbuch weiterhin aufgenommen werden können. Andere fest platzierte Gegner entwickeln sich überhaupt nicht. Der berühmte Leune auf dem Donnerhorn bleibt beispielsweise eine Besonderheit. Grundsätzlich solltet Ihr im Master-Modus jedoch immer damit rechnen, deutlich früher auf schwarze, silberne und später goldene Gegner zu treffen.


Goldene Gegner – die stärksten Monster im Master-Modus

Goldene Monster existieren ausschließlich im Master-Modus. Sie bilden die zusätzliche Stufe oberhalb der silbernen Varianten und erscheinen bei Bokblins, Moblins, Echsalfos und Leunen. Neben wesentlich mehr Lebenspunkten besitzen sie eine hohe Widerstandskraft gegen Statuseffekte. Elektrizität setzt sie beispielsweise deutlich kürzer außer Gefecht, eingefrorene goldene Gegner tauen schneller wieder auf und auch Feuer hält sie weniger lange beschäftigt. Dafür gehören ihre Drops zu den wertvollsten normalen Gegnerbelohnungen im Spiel. Neben Monsterteilen können goldene Gegner Edelsteine wie Topas, Rhodonit, Saphir und sogar Diamanten hinterlassen.

Goldener Gegner Lebenspunkte Typische Beute
Goldener Bokblin 1.080 Bokblin-Teile, Bernstein, Opal, Topas, Rhodonit, Saphir, Diamant
Goldener Moblin 1.620 Moblin-Teile, Bernstein, Opal, Topas, Rhodonit, Saphir, Diamant
Goldener Echsalfos 1.296 Echsalfos-Teile, Bernstein, Opal, Topas, Rhodonit, Saphir, Diamant
Goldener Leune 7.500 Leunen-Horn, Leunen-Huf, Leunen-Herz, Edelsteine, Sternensplitter, Chimären-Waffen

Wann erscheinen goldene Gegner?

Nicht sämtliche Monster Hyrules werden direkt nach Verlassen der Kammer des Erwachens golden. Breath of the Wild besitzt im Hintergrund ein verborgenes Gegner-Fortschrittssystem. Besiegt Ihr im Verlauf des Abenteuers stärkere Monster und Bosse, steigt dieser interne Fortschritt und zahlreiche skalierbare Gegner werden nach und nach auf höhere Varianten umgestellt. Im Master-Modus beginnt die Ausgangslage bereits eine Stufe weiter oben, wodurch die goldenen Varianten entsprechend früher beziehungsweise überhaupt erst erreichbar werden. Gegnerpositionen, an denen im normalen Modus bereits Silbervarianten vorgesehen sind, können im Master-Modus zudem unmittelbar die goldene Stufe verwenden.

Dadurch verändert sich die Monsterpopulation während eines langen Spielstands deutlich. Anfangs seht Ihr noch viele blaue und schwarze Gegner. Später werden große Teile der skalierenden Bokblins, Moblins und Echsalfos silbern oder golden. Bei den Leunen ist dieser Effekt besonders auffällig: Gegen Ende eines weit fortgeschrittenen Master-Spielstands sind an vielen ihrer normalen Fundorte Goldene Leunen anzutreffen.


Lebensregeneration – die wichtigste Änderung im Kampf

Die wahrscheinlich entscheidendste neue Mechanik ist nicht die höhere Gegnerstufe, sondern die automatische Lebensregeneration. Habt Ihr einem Gegner Schaden zugefügt und greift anschließend für einige Sekunden nicht mehr an, beginnt seine Lebensanzeige zu blinken und sich wieder aufzufüllen. Normale Gegner können auf diese Weise bis zu ungefähr 30 Prozent ihrer maximalen Lebensenergie seit dem zuletzt erreichten Tiefststand zurückgewinnen. In Schreinen läuft die Regeneration langsamer und besitzt einen niedrigeren Grenzwert. Entscheidend ist immer der niedrigste Lebensstand, den Ihr im aktuellen Kampf erreicht habt.

Bringt Ihr einen Gegner beispielsweise von voller Lebensenergie auf die Hälfte und zieht Euch anschließend zurück, kann er einen beträchtlichen Teil dieser verlorenen Lebensenergie zurückholen. Verursacht Ihr danach nur einen kleinen Treffer, ohne ihn unter seinen bisherigen Tiefststand zu bringen, ändert das an der maximalen Regeneration kaum etwas. Erst wenn Ihr seine Lebensleiste weiter reduziert, verschiebt sich die Grenze nach unten. Der Master-Modus belohnt deshalb konzentrierte Angriffsphasen und bestraft Kämpfe, in denen Ihr immer wieder kurz Schaden verursacht und anschließend lange flieht.


Auch Bosse können Lebensenergie regenerieren

Die Regeneration ist nicht auf Bokblins und andere gewöhnliche Monster beschränkt. Auch zahlreiche Zwischengegner und Bosse profitieren davon. Besonders deutlich merkt Ihr das bei den vier Flüchen Ganons in den Titanen und später bei Verheerung Ganon. Verpasst Ihr längere Zeit eine Gelegenheit zum Angreifen, kann der Boss einen Teil des zuvor verursachten Schadens wieder ausgleichen. Problematisch wird das vor allem in Kampfphasen, in denen ein Gegner schwer erreichbar oder vorübergehend geschützt ist.

Ihr solltet deshalb bereits vor wichtigen Bosskämpfen genügend Pfeile, starke Waffen und passende Mahlzeiten mitnehmen. Ein einzelner Pfeil kann ausreichen, um die Regeneration erneut zu unterbrechen, selbst wenn Ihr gerade keine Möglichkeit für eine vollständige Nahkampfkombination besitzt. Urbosas Zorn wird im Master-Modus ebenfalls besonders wertvoll, weil die Fähigkeit Gegner betäubt und Euch ein großes Zeitfenster für durchgehenden Schaden öffnet.


Kein Schutz mehr vor tödlichen Einzeltreffern

Breath of the Wild besitzt im normalen Schwierigkeitsgrad einen unsichtbaren Schutzmechanismus, der Link bei vielen besonders starken Angriffen davor bewahrt, direkt von hoher Lebensenergie auf null Herzen gebracht zu werden. Stattdessen bleibt häufig noch ein Viertelherz übrig. Im Master-Modus ist dieser Schutz deaktiviert. Ein Angriff, dessen Schaden Eure aktuelle Lebensenergie übersteigt, kann Euch deshalb tatsächlich mit einem einzigen Treffer ausschalten.

Gerade auf dem Vergessenen Plateau macht sich das sofort bemerkbar. Schwarze Bokblins, starke Bögen und der zusätzliche Weiße Leune können Link mit der anfänglichen Kleidung und drei Herzen augenblicklich besiegen. Zusätzliche Herzcontainer und verbesserte Rüstung sind deshalb wesentlich wertvoller als im normalen Durchgang. Sobald Ihr die ersten Großen Feen erreichen könnt, solltet Ihr Eure bevorzugte Ausrüstung regelmäßig verbessern. Fundorte und Boni sämtlicher Sets findet Ihr bei unseren Rüstungen in Breath of the Wild.


Gegner entdecken Link leichter

Monster reagieren im Master-Modus empfindlicher auf ihre Umgebung und können Link leichter entdecken. Einfach an einem Lager vorbeizulaufen oder sich in geringer Entfernung hinter einem Gegner zu bewegen, funktioniert deshalb weniger zuverlässig. Das macht Schleichboni deutlich nützlicher. Ninja-Rüstung, Schleichgerichte und ein vorsichtiger Anmarsch ermöglichen es Euch trotzdem, viele Lager fast genauso effektiv zu infiltrieren wie im normalen Modus.

Schleichangriffe sind zugleich eine der besten Antworten auf die zusätzlichen Lebenspunkte. Ein Gegner, der noch schläft oder Euch den Rücken zudreht, kann mit einem Schleichangriff erheblichen Schaden erleiden, ohne dass Ihr mehrere Waffen für einen langen offenen Kampf verbrauchen müsst. Bei Gruppen solltet Ihr außerdem zuerst Bogenschützen und Gegner mit Elementarpfeilen ausschalten. Sobald das gesamte Lager alarmiert ist, wird die Lebensregeneration einzelner Gegner wesentlich schwieriger zu kontrollieren.


Fliegende Plattformen und Flug-Oktoroks

Eine der sichtbarsten Änderungen des Master-Modus sind die neuen schwebenden Holzplattformen. Ihr findet sie in praktisch allen Regionen Hyrules, besonders häufig in der Nähe von Brücken, Türmen, Wasserfällen und hohen Felsformationen. Getragen werden sie von sogenannten Flug-Oktoroks. Auf den Plattformen warten häufig Bokblins oder Moblins mit Bögen und Elementarpfeilen. Daneben befindet sich oftmals eine Schatztruhe mit ungewöhnlich guter Ausrüstung.

Die Plattformen sind nicht nur zusätzliche Gefahren, sondern gerade am Anfang eine hervorragende Quelle für Waffen. Schießt die tragenden Flug-Oktoroks ab, sinkt beziehungsweise fällt die Konstruktion. Befindet sich lediglich eine Metalltruhe auf der Plattform, könnt Ihr sie je nach Position auch mit dem Magnetmodul herunterholen. Manche Plattformen lassen sich leichter erreichen, indem Ihr von einem Turm oder einer Klippe mit dem Parasegel darauf landet. Die darin enthaltenen Schatztruhen können bereits sehr früh Ritterwaffen und andere Ausrüstung liefern, die normalerweise erst deutlich später bequem verfügbar wäre.


Weißer Leune auf dem Vergessenen Plateau

Die deutlichste Warnung des Spiels steht bereits im Startgebiet. Im Master-Modus streift südöstlich der Zitadelle der Zeit beziehungsweise im Gebiet zwischen Zitadelle und Hütte des Alten Mannes ein Weißer Leune umher. Er besitzt 4.000 Lebenspunkte und führt bereits hochwertige Leunen-Ausrüstung. Im normalen Modus gibt es auf dem Vergessenen Plateau überhaupt keinen Leunen.

Ihr müsst ihn nicht besiegen, um das Plateau abzuschließen. Für einen normalen Master-Modus-Durchgang ist es wesentlich sinnvoller, einen weiten Bogen um ihn zu machen und zunächst die vier Schreine abzuschließen. Unsere Route durch das Vergessene Plateau und seine vier Schreine funktioniert auch im Master-Modus. Achtet im südlichen Bereich lediglich zusätzlich auf den Leunen und die neuen fliegenden Plattformen.

Erfahrene Spieler können den Leunen theoretisch bereits vor dem Erhalt des Parasegels besiegen. Seine Ausrüstung würde Euch anschließend extrem starke Waffen für den Beginn des Spiels liefern. Dafür benötigt Ihr jedoch zahlreiche präzise Kopftreffer, konsequentes Ausweichen und ein gutes Verständnis der Leunen-Mechaniken. Für den normalen Fortschritt bringt ein solcher Kampf keinen notwendigen Vorteil.


Stärkere Gegner bedeuten nicht, dass Ihr jeden Kampf führen solltet

Im normalen Modus lohnt es sich häufig, kleinere Lager allein wegen ihrer Materialien oder Waffen zu räumen. Im Master-Modus kann dieselbe Vorgehensweise gerade zu Beginn ein Verlustgeschäft sein. Wenn Ihr zwei brauchbare Waffen zerstört, um einen einzelnen schwarzen Bokblin zu besiegen, der anschließend nur eine schwache Keule fallen lässt, habt Ihr trotz gewonnener Begegnung Ressourcen verloren. Beurteilt deshalb vor einem Kampf, was Ihr tatsächlich gewinnen könnt. Bewacht ein Lager eine wertvolle Schatztruhe oder trägt ein Gegner eine hochwertige Waffe, lohnt sich die Auseinandersetzung eher. Stehen mehrere starke Gegner lediglich am Straßenrand, könnt Ihr sie häufig vollständig umgehen.


Waffenmanagement ist im Master-Modus entscheidend

Die höhere Lebensenergie der Gegner führt dazu, dass die begrenzte Haltbarkeit der Waffen wesentlich stärker ins Gewicht fällt. Nutzt Eure stärksten Waffen deshalb nicht für jeden beliebigen Gegner. Bomben eignen sich weiterhin hervorragend für schwache Monster, zum Sprengen von Fässern und zum Herunterstoßen von Gegnern. Gegen sehr widerstandsfähige Gegner reichen Bomben allein dagegen kaum aus, weil deren Schaden durch die Lebensregeneration wieder ausgeglichen werden kann. Kombinationen aus Kopftreffern, Schleichangriffen, perfektem Ausweichen und starken Nahkampfwaffen sparen deutlich mehr Haltbarkeit.

Versucht außerdem, gegnerische Waffen selbst als Ressource zu betrachten. Ein Elektropfeil oder eine Elektrowaffe kann einem bewaffneten Gegner seine Ausrüstung aus der Hand schlagen. Hebt die Waffe anschließend selbst auf oder entfernt sie mit dem Magnetmodul aus seiner Reichweite. Während eines Lagers kann es effektiver sein, zunächst sämtliche Gegner zu entwaffnen, statt sofort ihre großen Lebensleisten herunterzuschlagen.


Schleichangriffe werden deutlich wertvoller

Ein sauberer Schleichangriff verursacht ein Vielfaches des normalen Waffenschadens und ist deshalb eine der effizientesten Techniken im Master-Modus. Besonders nachts schlafen viele Bokblins und Moblins in ihren Lagern. Schleicht Euch mit geräuscharmer Ausrüstung von hinten heran und eröffnet den Kampf mit einem Schleichangriff. Überlebt der Gegner, bleibt Ihr unmittelbar aggressiv, damit seine Lebensenergie nicht wieder ansteigt.

Mit Majoras Maske aus DLC 1 könnt Ihr viele Begegnungen zusätzlich entschärfen. Bokblins, Moblins und Echsalfos behandeln Link damit zunächst nicht als Feind, solange Ihr sie nicht provoziert. Das erlaubt Euch, Lager zu untersuchen, Waffen einzusammeln oder eine günstigere Position einzunehmen. Den Fundort der Maske und der übrigen DLC-Kleidung findet Ihr ebenfalls in unserem Rüstungs-Guide.


Kämpft aggressiv, sobald Ihr Euch für einen Gegner entscheidet

Die Regeneration verändert den Rhythmus der Kämpfe. Sobald Ihr einen Gegner ernsthaft angreift, solltet Ihr möglichst verhindern, dass mehrere Sekunden ohne Schaden vergehen. Kopftreffer mit dem Bogen eignen sich hervorragend, um eine Regenerationsphase zu unterbrechen. Auch eine schwache schnelle Attacke kann wertvoller sein als ein langer Rückzug, wenn sie verhindert, dass ein Gegner mehrere hundert Lebenspunkte zurückgewinnt.

Das bedeutet nicht, dass Ihr gedankenlos angreifen sollt. Weicht gefährlichen Attacken weiterhin aus und zieht Euch bei Bedarf zurück. Entscheidend ist lediglich, Kampfpausen bewusst zu überbrücken. Ein Pfeil, eine Bombe oder eine Reckenfähigkeit kann die Regeneration stoppen, während Ihr auf eine bessere Nahkampfposition wartet.


Kopftreffer und Zeitlupe ausnutzen

Der Bogen gewinnt im Master-Modus erheblich an Bedeutung. Ein Kopftreffer verursacht zusätzlichen Schaden und betäubt viele Gegner kurzzeitig. Springt Ihr von einer erhöhten Position und spannt in der Luft den Bogen, verlangsamt sich die Zeit. Dadurch lassen sich selbst bewegliche Ziele zuverlässig am Kopf treffen. Die neuen schwebenden Plattformen liefern gleichzeitig zusätzliche Bögen und Elementarpfeile, sodass ein offensiver Bogenspielstil früher möglich wird als im normalen Modus.

Besonders effektiv ist die Kombination aus Kopftreffer und anschließendem Nahkampfangriff. Betäubt zunächst einen starken Bokblin oder Moblin, sprintet heran und nutzt das kurze Zeitfenster für eine vollständige Waffenkombo. Dadurch haltet Ihr den Gegner unter permanentem Druck und gebt ihm kaum Gelegenheit zur Regeneration.


Umgebung statt Waffen benutzen

Die Physik von Breath of the Wild wird im Master-Modus noch wichtiger. Bokblins und Moblins können nicht schwimmen. Befindet sich ein Lager an einem tiefen Fluss, See oder Abgrund, kann ein einziger Stoß wesentlich effektiver sein als eine komplette Nahkampfwaffe. Bomben, schwere Waffen, Wind und bestimmte Runen helfen dabei, Gegner von Plattformen oder Klippen zu befördern. Achtet allerdings darauf, dass eine zu Boden gefallene Plattform oder ein weggeschleuderter Gegner nicht außer Reichweite landet und während des Rückwegs seine Lebensenergie regeneriert.


Elementareffekte gegen goldene Gegner

Feuer, Eis und Elektrizität bleiben auch im Master-Modus nützlich, goldene Gegner besitzen dagegen eine erhöhte Widerstandskraft gegen entsprechende Statuseffekte. Ein Goldener Bokblin oder Moblin erholt sich beispielsweise schneller von einem Elektroschock als seine schwächeren Varianten. Trotzdem kann Elektrizität weiterhin Waffen aus gegnerischen Händen lösen und Eis ermöglicht Euch ein kurzes Zeitfenster für einen starken Folgeangriff. Betrachtet Elemente deshalb eher als Möglichkeit zur Kontrolle eines Kampfes und weniger als Methode, goldene Gegner dauerhaft bewegungsunfähig zu halten.


Goldene Leunen besiegen

Der Goldene Leune ist mit 7.500 Lebenspunkten einer der widerstandsfähigsten normalen Gegner des gesamten Spiels. Seine Angriffsmuster entsprechen grundsätzlich den anderen Leunen, Fehler werden aufgrund seines hohen Schadens und der deaktivierten Ein-Treffer-Sicherung jedoch besonders hart bestraft. Die zuverlässigste Strategie bleibt das Beherrschen seiner bekannten Angriffsmuster: seitlichen Schlägen mit einem Rückwärtssalto ausweichen, frontalen Angriffen seitlich entkommen und gut lesbare Attacken perfekt parieren.

Ein präziser Pfeiltreffer ins Gesicht kann den Leunen betäuben. Lauft anschließend zu ihm und steigt auf seinen Rücken. Während Link auf einem Leunen sitzt, könnt Ihr mehrmals mit Eurer ausgerüsteten Nahkampfwaffe zuschlagen. Diese Treffer verbrauchen keine Waffenhaltbarkeit, weshalb Ihr dafür Eure stärkste verfügbare Waffe verwenden könnt. Nach dem Abwurf spannt Ihr noch in der Luft den Bogen und setzt weitere Treffer nach. Diese Kombination ist besonders im Master-Modus wertvoll, weil Ihr in kurzer Zeit massiven Schaden verursacht und dem Leunen kaum Gelegenheit zum Regenerieren gebt.


Wächter im Master-Modus

Wächter erhalten keine zusätzliche goldene Variante. Ihre Laser und grundlegenden Werte machen sie allerdings ohnehin zu gefährlichen Gegnern. Durch die Master-Modus-Regeneration können längere Kämpfe gegen intakte Wächter unangenehmer werden. Perfektes Parieren bleibt deshalb eine der besten Methoden. Reflektiert Ihr die Energiestrahlen zuverlässig, verursacht Ihr in kurzer Folge hohen Schaden und verhindert gleichzeitig lange Regenerationsphasen. Alternativ beendet ein korrekt gesetzter Antiker Pfeil ins Auge einen normalen großen Wächter sofort. Alle Varianten, Fundorte und Antiken Materialien erklären wir ausführlich in unserem Guide zu den Wächtern in Breath of the Wild.


Hinox, Iwarok und andere Zwischengegner

Auch verschiedene stärkere Gegner werden vom erhöhten Schwierigkeitsgrad beeinflusst. Bei Gegnergruppen mit mehreren normalen Entwicklungsstufen können stärkere Varianten früher vorkommen. Die Lebensregeneration betrifft zusätzlich zahlreiche dieser Kämpfe. Gerade bei einem Hinox solltet Ihr deshalb seine Betäubungsphase nach einem Treffer ins Auge vollständig für Schaden nutzen. Beim Iwarok ist es wichtig, nach dem Erklimmen des Körpers mehrere Treffer auf das Erzvorkommen zu setzen, statt nach jedem einzelnen Schlag wieder lange auf Abstand zu gehen.


Die Prüfung des Schwertes im Master-Modus

Eine der größten Herausforderungen des gesamten Spiels ist die Prüfung des Schwertes im Master-Modus. Die grundlegenden Räume sind dieselben, allerdings treten viele Gegner in stärkeren Varianten auf und regenerieren Lebensenergie. Das ist besonders problematisch, weil Link jeden Abschnitt ohne seine normale Ausrüstung beginnt und ausschließlich die Waffen, Lebensmittel und Materialien verwenden darf, die innerhalb der Prüfung zu finden sind. Ein langwieriger Kampf verbraucht dadurch nicht nur Zeit, sondern dauerhaft einen Teil Eures begrenzten Waffenbestands.

Vor dem Beginn solltet Ihr das Stasismodul vollständig verbessern, möglichst viele Herzen und Inventarplätze besitzen und einen langen Angriffs- oder Abwehrbonus durch ein Gericht aktivieren. Solche Effekte bleiben nach dem Betreten der Prüfung bestehen. In den Räumen selbst solltet Ihr Holzkisten zerstören, Pfeile zurückholen, Essen sorgfältig verwalten und Gegner möglichst einzeln bekämpfen. Unsere komplette Raum-für-Raum-Lösung findet Ihr unter Prüfung des Schwertes.


Warum die Anfängerprüfung im Master-Modus besonders schwierig ist

Ausgerechnet der erste Abschnitt kann im Master-Modus zu den frustrierendsten Teilen der gesamten Prüfung gehören. Link besitzt dort nur schwache Waffen, während einige Gegner bereits sehr große Lebensleisten besitzen und ihre Energie regenerieren können. Dadurch funktionieren vorsichtige Fernkampftaktiken nur eingeschränkt. Besonders Räume mit mehreren Echsalfos verlangen, dass Ihr einzelne Gegner schnell ausschaltet, statt den verursachten Schaden auf mehrere Ziele zu verteilen.

Verwendet Schleichangriffe, Kopftreffer und die Umgebung so oft wie möglich. Jeder Gegner, den Ihr ins Wasser befördern könnt, spart Waffenhaltbarkeit. Gleichzeitig solltet Ihr starke Waffen nicht an schwachen Gegnern verschwenden. Die Prüfung wird wesentlich leichter, wenn Ihr jeden Raum als Ressourcenproblem betrachtet und nicht nur als gewöhnlichen Kampf.


Nur zwei Speicherstände im Master-Modus

Der Master-Modus besitzt deutlich weniger Speicherpunkte als der normale Schwierigkeitsgrad. Euch stehen ein manueller Speicherstand und ein automatischer Speicherstand zur Verfügung. Der normale Modus besitzt mehrere Autosaves und verzeiht deshalb Fehlentscheidungen bei der Wahl eines früheren Speicherpunkts leichter. Im Master-Modus solltet Ihr vor schwierigen Kämpfen, seltenen Ereignissen oder riskanten Experimenten bewusst manuell speichern.

Euer normaler Spielstand bleibt davon vollständig getrennt. Ihr könnt also einen weit fortgeschrittenen Normal-Modus-Spielstand besitzen und gleichzeitig ein neues Abenteuer im Master-Modus beginnen, ohne dass die beiden Speicherbereiche einander überschreiben.


Die besten ersten Schritte auf dem Vergessenen Plateau

Konzentriert Euch zunächst auf das Überleben und die vier erforderlichen Schreine. Sammelt unterwegs jeden Bogen und möglichst viele Pfeile ein. Waffen mit nur wenigen Angriffspunkten solltet Ihr für schwache Gegner und Kisten verwenden, während stärkere Fundstücke für schwarze Bokblins oder andere gefährliche Begegnungen reserviert bleiben. Nutzt die Bomben früh und häufig, solange die gegnerische Lebensregeneration noch kein Problem darstellt. Schleicht an unnötigen Kämpfen vorbei und untersucht die neuen fliegenden Plattformen aus sicherer Entfernung. Ihre Schatztruhen können Ausrüstung enthalten, die den schwierigen Anfang stark erleichtert.

Der Weiße Leune ist zu diesem Zeitpunkt kein Pflichtgegner. Das Spiel platziert ihn bewusst dort, um Euch zu zeigen, dass nicht jedes Problem durch einen sofortigen Kampf gelöst werden muss. Holt zuerst das Parasegel, verlasst das Plateau und baut Links Ausrüstung aus. Mit einigen Herzcontainern, besseren Bögen und einer vernünftigen Rüstung könnt Ihr später zurückkehren.


Früh möglichst schnell eine gute Rüstung besorgen

Weil Gegner früher hohen Schaden verursachen und der Schutz vor tödlichen Einzeltreffern fehlt, lohnt sich defensive Ausrüstung wesentlich stärker. Bereits die Hylia-Rüstung ist eine gute Grundlage, da sie günstig erhältlich und bei den Großen Feen vollständig verbesserbar ist. Wer lieber Gegner umgeht, profitiert dagegen stark von der Ninja-Rüstung. Für offensive Spieler bieten später Barbaren-Rüstung und Grimmige-Gottheit-Set große Vorteile, da zusätzlicher Angriff gleichzeitig bedeutet, dass Gegner weniger Zeit zur Regeneration haben.


Angriffsbonus oder Abwehrbonus?

Im normalen Modus ist hohe Abwehr oft die bequemste Lösung. Im Master-Modus wird ein Angriffsbonus zunehmend interessant. Je schneller ein Gegner fällt, desto weniger Waffenhaltbarkeit verbraucht Ihr und desto kleiner ist die Gefahr, dass seine Regeneration einsetzt. Gerichte mit dreifachem Angriffsbonus sind deshalb vor Goldenen Leunen, Bossen und der Prüfung des Schwertes besonders wertvoll. Wer die Angriffsmuster noch nicht zuverlässig beherrscht, fährt mit zusätzlicher Abwehr trotzdem sicherer. Der optimale Bonus hängt deshalb stärker vom eigenen Spielstil ab als von einem einzigen besten Rezept.


Reckenfähigkeiten werden noch wichtiger

Alle vier Fähigkeiten der Recken behalten im Master-Modus ihre normalen Funktionen, ihr strategischer Wert steigt jedoch deutlich. Miphas Gebet schützt vor einem verlorenen Kampf und schenkt zusätzliche Herzen. Daruks Schirm fängt gefährliche Angriffe ab und hilft beim Parieren. Revalis Sturm verschafft Euch sofort Höhe für Zeitlupenschüsse mit dem Bogen. Am stärksten verändert Urbosas Zorn viele Kämpfe: Die große elektrische Entladung verursacht hohen Flächenschaden und betäubt zahlreiche Gegner lange genug für mehrere freie Treffer. Damit könnt Ihr besonders gut verhindern, dass Gruppen stärkerer Monster ihre Lebensenergie regenerieren.


Majoras Maske ist im Master-Modus besonders stark

Da der Master-Modus ohnehin nur mit DLC 1 verfügbar ist, könnt Ihr auch dessen zusätzliche Ausrüstung verwenden. Majoras Maske ist für einen neuen Durchgang besonders nützlich. Solange Ihr Euch friedlich verhaltet, werdet Ihr von Bokblins, Moblins und Echsalfos nicht sofort angegriffen. Gerade auf Reisen durch Gebiete mit silbernen und goldenen Gegnern spart die Maske enorme Mengen an Waffen und Lebensmitteln. Für einen möglichst direkten 100-%-Durchgang gehört sie deshalb zu den sinnvollsten frühen DLC-Fundstücken.


Fliegende Schatztruhen früh plündern

Die zusätzlichen Plattformen gleichen einen Teil des höheren Schwierigkeitsgrades aus. Ihre Gegner können bereits früh gute Bögen, Spezialpfeile und brauchbare Waffen tragen; die bewachten Schatztruhen enthalten häufig noch bessere Gegenstände. Schaut deshalb besonders bei Brücken und hohen Türmen nach ungewöhnlichen Konstruktionen am Himmel. Ihr müsst nicht immer sämtliche Gegner auf der Plattform bekämpfen. Manchmal genügt ein präziser Pfeil auf einen Flug-Oktorok oder das Magnetmodul, um die Truhe zu erreichen.


Lohnt sich der Master-Modus?

Der Master-Modus ist kein vollständig neues Abenteuer, verändert Breath of the Wild aber stärker als ein einfacher Schadensmultiplikator. Vor allem die Regeneration zwingt Euch dazu, Waffenhaltbarkeit, Angriffsmöglichkeiten und Gegnergruppen anders zu betrachten. Begegnungen, die im normalen Modus kaum Aufmerksamkeit verlangen, können wieder gefährlich werden, während die neuen Plattformen gleichzeitig zusätzliche Wege zu guter Ausrüstung eröffnen. Goldene Gegner geben einem weit fortgeschrittenen Spielstand außerdem stärkere Ziele, wenn Silberne Bokblins und Moblins längst keine Herausforderung mehr darstellen.

Für einen ersten Kontakt mit Breath of the Wild ist der normale Modus die ausgewogenere Variante. Wer Hyrule bereits kennt, Leunen sicher bekämpfen kann und die Systeme rund um Kochen, Rüstungen, Ausweichen und Parieren verstanden hat, bekommt im Master-Modus dagegen einen Durchgang, bei dem diese Mechaniken vom ersten Plateau bis zur letzten Prüfung wesentlich stärker ins Gewicht fallen.


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